15.500 Zuschauer treiben Nullfünfer gegen Union Berlin an

Fast wie ein normales Fußballerlebnis soll es werden, das sonntägliche Spiel (15.30 Uhr) an heimischer Stätte gegen Union Berlin. 15.500 Zuschauer sind zugelassen – dicht an dicht und ohne „Filter“ oder Abstandsregeln. Die Mehrzahl muss genesen oder geimpft sein, gerade mal 1000 Getestete dürfen dabei sein. Wichtiger ist allerdings, dass diese Zuschauer auch die Chance nutzen, ihr Team ordentlich anzutreiben. Denn mit Union Berlin kommt ein dicker Brocken, ein harter Knochen oder einfach eine unangenehme Mannschaft nach Mainz.

Ohne die von Trainer Bo Svensson verordnete Aggressivität gegen die Gäste wird es nicht funktionieren. Die Spiele gegen Freiburg und in Leverkusen haben gezeigt, dass unsere Jungs sich von ebenso eisernem Widerstand durchaus beeindrucken lassen. Die Nullfünfer beginnen mit ihrer Defensivleistung bereits ganz vorne und im Mittelfeld – mit intensivem Anlaufen des Ballführenden, mit Raumverdichtung und harten Zweikämpfen.

Eine solche Spielweise bringt naturgemäß mehr Fouls hervor. So rangiert unser Team in der Liste der Verwarnungen auch ganz oben. Allerdings ist die Zahl der gelben oder roten Karten völlig im normalen Bereich. Schwere Fouls sind wirklich selten dabei, wie der Mainzer Trainer in der jüngsten Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union hervorhob.

Noch bevor der Gegner den Ball abspielen kann, muss mindestens ein Mainzer seine Hacken dazwischenstecken. Balleroberung, Ballgewinn und schnelles Umschalten. Über wenige Stationen direkt vors Tor kommen und dort abschließen. So wie das Jonny Burkardt beim 1:0 in Hoffenheim gelungen ist. Das sah aus wie aus dem Svenssonschen Lehrbuch. Nun gehört Union zu den Teams, die selbst mit großer Physis und einer ganz ähnlichen Spielweise wie die Mainzer ans Werk gehen. Gut möglich also, dass sich da ein ähnliches Spiel entwickelt wie gegen Freiburg.

Svensson muss weiterhin auf Alexander Hack verzichten, der sich noch immer in Quarantäne befindet. Der angeschlagene Niakhaté hat zwar bereits Teile des Trainings absolviert, doch dürfte ein Einsatz am Sonntag zu früh kommen. Adam Szalai fehlt ja wegen seiner Meniskus-OP.

Möglicherweise wird der Trainer Marcus Ingvartsen von Anfang an bringen – der Stürmer, der von Union ausgeliehen worden ist. Vielleicht ist der Däne ja besonders motiviert gegen seine ehemaligen Kollegen. Gefragt wurde auch nach einem Einsatz von Anton Stach, der gegen Leverkusen positiv auffiel. Der Spieler solle auf jeden Fall am Bruchweg eine wichtige Rolle spielen, sagte Svensson. Ließ aber letztlich offen, ob der Neuzugang von Anfang an spielen wird.

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