Nullnummer mit Unterhaltungswert

Ja, hatten wir schon: Vierter gegen Fünfter. Aber am 5. Spieltag hat das überhaupt nichts zu sagen. Obwohl der Trainer unseres Gegners, Christian Streich vom SC Freiburg, ganz ähnlich ins Horn stieß: Mainz sei ein Kandidat für die Euro League. Klar – hypt Ihr mal nur die Nullfünfer. Vielleicht lassen sie sich gegen den SC auf diese Weise einlullen. Immerhin: Volles Stadion – laut Corona-Verordnung 13.500 – und bestes Wetter. Könnte also ein schöner Fußballtag werden. Aber ein Spitzenspiel sahen wir nicht.

05-Trainer Bo Svensson setzte gegen Freiburg auf die gleiche Elf wie gegen Hoffenheim – mit einer Ausnahme: Anstelle von Onisiwo stürmte Szalai. Hack ersetzte wieder den verletzten Niakhaté, Lucoqui den angeschlagenen Aaron. Wenn man überhaupt von ersetzen sprechen konnte. Beide Teams liefen sich hoch an. Mainz eroberte immer wieder Bälle, brachte nach vorne aber erst mal nichts Zwingendes zusammen. Zu hektisch wirkten die Bemühungen,

Freiburg hatte nach 15 Minuten den ersten Eckball. Er ging knapp über Zentners Tor. Nächster Eckball in der 18.: Auch der ging am Ende ins Aus. Dann unsere Jungs mal mit Zug nach vorne über rechts mit Widmer: Eckball, der ebenfalls nichts einbrachte. Dann brach Szalai mal durch, doch kam sein Pass nicht bei Burkardt an. Noch egalisierten sich beide Teams, vor allem im Mittelfeld.

Ziemlich zerfahren entwickelte sich das Spiel, weil beide Mannschaften um jeden Ball kämpften und keinen Zweikampf scheuten. Chancen gab es dennoch, vor allem für unsere Jungs. Boëtius schoss in der 42. Minute aber zu zentral aufs Tor. Hack sah noch gelb, dann war Runde eins beendet.

Svensson brachte nach der Pause Onisiwo für Szalai. Zunächst ging es jedoch so verhalten weiter wie im ersten Durchgang – jeder versuchte, konsequent auf den ballführenden Spieler zu gehen und das Spielgerät zu erobern. Bloß nicht verlieren, spukte den Kombattanten wohl im Kopf herum. Dann endlich mal war Burkardt blitzschnell durch und schoss platziert aufs kurze Eck – doch Freiburgs Flekken parierte gerade noch so. Der Schütze musste anschließend Platz machen für Ingvartsen. Sicher nicht deshalb, weil er schlecht gewesen wäre.

Immerhin bauten unsere Jungs ein leichtes Chancenübergewicht auf. Onisiwo scheiterte in der 69. Minute nach schönem Zuspiel von Boëtius nur knapp. Längst hatten die Zuschauer angefangen, mit dem Schiedsrichter zu hadern – manches Foul der Freiburger ließ er ungeahndet und manchmal pfiff er gegen unser Team etwas kleinlich, meine ich. Und Fouls gab es genug – laut Kicker bis zur 73. Minute 23.

Stach kam dann für Barreiro, der viel gearbeitet hatte, aber glücklos geblieben war. In der 79. Minute hätte St. Juste das 1:0 machen können, hatte Torwart Flekken fast überwunden, doch fuhr dieser noch mal einen Fuß aus. Mainz jetzt mit zahlreichen Chancen, traf aber nicht. Im Gegenzug rettete Robin Zentner bravourös in der 84. Minute vor Lienhart.

Die letzten Minuten verstrichen. Es sollte vor dem Freiburger Tor nichts mehr passieren. Dafür rettete Robin Zentner noch mal großartig. Klar ist: Im zweiten Durchgang waren unsere Jungs besser als der Gegner. Aber sie trafen nicht. Immerhin blieb ihre Weste wieder weiß.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen