Ohne Schwächen gegen Fürth

Fürth-Fluch beendet und seit 20 Jahren mal wieder zu Hause gegen die Franken gewonnen – ganz egal. Letztlich genügte gegen den Aufsteiger eine überzeugende Vollgas-Veranstaltung in der ersten Halbzeit, um den zweiten Heimsieg dieser Saison einzufahren. Danach kontrollierten die Nullfünfer weitgehend das Geschehen gegen die Gäste. Erst im zweiten Durchgang kam Fürth nach diversen Auswechslungen noch mal in Schwung, wirkte aber niemals dominanter als unsere Mainzer.

Von Anfang an war klar, dass unsere Jungs überzeugender auftreten mussten als zuletzt gegen Bochum. Trainer Bo Svensson stellte die Elf gegen Fürth entsprechend auf fünf Positionen um: Statt Aaron spielte links außen Lucoqui von Anfang an. Und er sollte gleich sein erstes Bundesligator erzielen. Zudem spielten anstelle von Hack, Tauer, Nebel und Lee wieder St. Juste, Boëtius, Kohr und Szalai. Da ging es gleich richtig zur Sache. Dabei machte es Fürth unseren Jungs manchmal zu einfach – zu groß waren die Räume und Abstände zwischen den Akteuren, zu träge und ideenlos das Spiel nach vorne. Nichts sah nach der Intensität und Aggressivität aus, die Svensson vom Gegner erwartet hatte. Aber dafür gaben ihm unsere Mainzer auch kaum Gelegenheit.

Unsere Nullfünfer nutzten diese Umstände gut aus – schon nach 15 Minuten erzielte Lucoqui den ersten Treffer. Im Nachschuss tunnelte er Fürths Torwart Burchert. Drei Minuten später traf Szalai nach einem gelungenen Spielzug über Burkardt und Widmer zum 2:0. Spätestens jetzt waren die 13.500 im Stadion wieder aus dem Häuschen. Sie hätten noch häufiger schreien können, wenn unsere Jungs ihre Chancen besser genutzt hätten. In jedem Fall hatten sie Fürth im Griff, eroberten sich Bälle, gewannen Zweikämpfe und erspielten sich Torchancen.

Gleich nach Wiederbeginn pfiff der Schiedsrichter einen Strafstoß für die Gastgeber – um ihn nach Videostudium wieder zurückzunehmen. Niakhaté hatte im Abseits gestanden. Der Schwung war nun etwas raus bei unserem Team, auch weil Fürth im Mittelfeld nun präsenter war, sich häufiger Bälle eroberte. Selten entstanden daraus jedoch wirklich gefährliche Situationen, und einen stramm geschossenen Weitschuss konnte Torwart Zentner im Flug und mit einer Hand entschärfen.

Mehr Druck entwickelten unsere Jungs wieder in der letzten Viertelstunde, als Trainer Svensson mehrfach gewechselt hatte, der Ex-Fürther Stach für Kohr kam, Onisiwo für Burkardt, Lee für Boëtius, Aaron für Lucoqui sowie Stöger für Szalai. Onisiwos druckvollem Spiel nebst Vorlage verdankte es das Team, dass Stöger in der Nachspielzeit noch den dritten Treffer erzielte (Foto: Onefootball/imago-images/HMB Media/Heiko Becker). 3:0 gegen Fürth, Fluch besiegt und sechs Punkte nach drei Spielen eingefahren. Gute Bilanz und psychologisch eine günstige Situation vor der Länderspielunterbrechung am kommenden Wochenende.

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