Die Stunde der Youngster gegen Liverpool

Das war ein sehr guter Auftritt unserer Jungs gegen Jürgen Klopps FC Liverpool, auch wenn dieses Spiel unglücklich mit 0:1 verloren ging. Unsere 05er hatten genügend Chancen, das Match für sich zu entscheiden – und vor allem genügend positiv auffällige Nachwuchsspieler. Große Klasse, was unser FSV in seinen unterschiedlichen Teams aufbieten kann.

Das war auch notwendig, denn im Prinzip trat unser FSV ohne echten Stürmer an. Ganz vorne lauerten Nebel und Bobzien, beide 18 Jahre jung, auf Bälle. Neuzugänge und EM-Fahrer wollte Trainer Bo Svensson noch schonen, während sein Gegenüber Jürgen Klopp seine Stars wie Salah und Konaté auflaufen ließ. Ein ungleicher Kampf? Eigentlich nicht, denn unsere Mainzer hielten sehr gut dagegen, kombinierten sich oft genug und sehenswert nach vorne, doch gelangen ihnen kaum Abschlüsse. Defensiv funktionierte das prima, wie sie gegen den Ball spielten, die Räume zumachten, sich freiliefen und absicherten. Nemeth ist ein eisenharter Verteidiger. Chapeau, das war beachtlich! Im Abschluss ließ das Team jedoch viel Luft nach oben, auch wenn es im Aufbauspiel gut kombinierte.

Svensson und Klopp wechselten gründlich durch. Brachten weitere Youngster in die Mannschaft. Zwei fielen mir dabei besonders auf – Timothé Rupil und Dominik Wanner. Beide zeigten einen guten Drang zum Tor, vor allem aber zu Abschlüssen. Wanners mit links gesetzter Volleyschuss sah perfekt aus wie auch Rupils Freistoß (er wollte schon vorher einen schießen). Beide scheiterten jedoch insgesamt mindestens zweimal an Liverpools Keeper Adrian. Dann ging noch Stefan Bells Kopfball sehr knapp am linken Pfosten vorbei. Es wollte kein Treffer fallen.

Die Spielzeit war schon fast zu Ende, als doch noch ein Tor fiel. Luca Kilian lenkte den Ball beim Abwehrversuch unglücklich ins eigene Netz, Torwart Finn Dahmen hatte keine Chance. Zwar warfen unsere Jungs noch mal alles rein, aber da brannte nichts mehr an. Liverpool gewann dieses Testspiel glücklich mit 1:0.

Defensiv funktionierten die Abläufe im Mainzer Team hervorragend, aber offensiv muss noch einiges geschehen. Da hat der Trainer noch viel Arbeit, auch die Neuzugänge noch zu integrieren.

Mainz 05 – 1. Halbzeit: Zentner – Aarón, Niakhaté (C), Hack, Nemeth, Brosinski – Kohr, Papela, Boetius – Bobzien, Nebel

Mainz 05 – 2. Halbzeit: Dahmen – Lucoqui, Kilian, Bell, St. Juste, Meier – Tauer, Barreiro, Stöger – Wanner, Rupil

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