Im Pokal gegen einen alten Bekannten

Vor zwei Jahren gegen den Drittligisten 1. FC Kaiserslautern in der ersten Runde rausgeflogen, ein Jahr später gerade noch so den damaligen Regionalligisten TSV Havelse bezwungen, anschließend dann gegen den Zweitligisten Bochum nach 2:0-Führung ausgeschieden. Und in diesem Jahr erneut Blamagegefahr im DFB-Pokal?? Diesmal geht es am ersten August-Wochenende ins Saarland zum Vizemeister der Regionalliga Südwest, SV 07 Elversberg. Unsere kleinen Nullfünfer kennen den Klub gut, sie verloren in der vergangenen Saison zu Hause gegen die SV 07 mit 1:5 und trennten sich in der Rückwunde dann mit 1:1.

05-Vorstandsmitglied Christian Heidel wies jetzt gegenüber der Allgemeinen Zeitung darauf hin, dass Elversberg in der vorigen Pokalrunde den Zweitligisten FC St. Pauli ausgeschaltet hatte und man deshalb gewarnt sei (klick). Sollten bis zur ersten Pokalrunde wieder nennenswert Zuschauer in den Stadien zugelassen werden, wird sich unser FSV wahrscheinlich über nicht wenige Unterstützer freuen dürfen – zwischen Elversberg und Mainz liegen gerade mal 130 km. Unterstützung von den Fans könnte helfen, denn wir wissen, wie sich unsere Jungs im Pokal gegen unterklassige Mannschaften schwertun können. Heidel sagte zur AZ, man nehme den Gegner sehr ernst. Wir alle wissen ja noch, wie peinlich der Auftritt beim FCK gewesen war. Bis zum Spiel sollten wir auch wissen, wer noch alles neu zu den Profis kommt und wer Mainz 05 verlässt. Edimilson Fernandes könnte zu den Abgängen gehören, vielleicht wandert er ja zum ältesten noch existierenden italienischen Klub, Genua CFC. Das wird jedenfalls kolportiert. 7,5 Millionen Euro hatte unser Verein mal für den Transfer von Fernandes bezahlt – ein Betrag, der für den Schweizer Nationalspieler wahrscheinlich in Zeiten knapper Kassen nicht mehr erzielt werden dürfte.

Anyway, die Mainzer Verantwortlichen werden es dennoch schaffen, eine bundesligataugliche Mannschaft zusammenzustellen. In einem ersten Testspiel siegten sie gegen den Bezirksligisten TSG Planig mit 11:0, wobei der nach Dresden ausgeliehene Rückkehrer Jonathan Meier zwei Tore erzielte (klick). Das Testspiel war von Anfang an bewusst für einen guten Zweck geplant worden: Ein Spieler der TSG, Max Keßler, war im Herbst 2019 während eines Spiels zusammengebrochen und gestorben. Er hatte nicht so viel Glück gehabt wie der dänische Nationalspieler Christian Eriksen bei der derzeitigen Fußball-EM. Keßler hinterließ seine damals schwangere Frau, die jetzt mit ihrem Kind zum Spiel erschienen war.

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