Mainz 05: Mentalität gegen Pokalsieger

Es wird schon sowas wie ein eigenes, kleines Pokalfinale, das unsere Nullfünfer an diesem Sonntag (18 Uhr) im heimischen Stadion gegen den Pokalsieger Borussia Dortmund erwartet. Die Westfalen haben nur drei Tage nach ihrem kräftezehrenden Pokalauftritt gegen RB Leipzig erneut ein wichtiges Match, denn das könnte über ihre Teilnahme an der Champions League entscheiden. Je nachdem, ob auch die Konkurrenz punktet und je nachdem, wie der letzte Spieltag für den BVB endet. Unsere Nullfünfer müssen Haaland und Co. in Schach halten und einen Sieg einfahren, wenn sie auf einen Schlag eindeutig Gewissheit darüber haben wollen, ob sie in die Relegation müssen oder nicht.

Aber auch dann, wenn dieses Spiel keinen Sieger haben sollte, stehen die Chancen gut. Und unser Team weiß bereits am Sonntagabend vor dem Anpfiff, ob sich die abstiegsbedrohten Klubs Augsburg und Bremen gegenseitig die Punkte abgenommen haben oder nicht, ob Bielefeld gegen Hoffenheim gewann oder die Hertha gegen Köln. Je nachdem kann das auch ein entspannter Fußballabend werden, an dem unsere Nullfünfer frei von jeder Last aufspielen können. Doch auch dann, wenn die Mitbewerber um den Ligaverbleib tabellarisch näherrücken sollten, haben es unsere Mainzer selbst in der Hand. Oder im Fuß, wie Ihr das auch sehen möchtet.

Einen Verein ganz aus unserer Nähe wird diese Begegnung an diesem Sonntag besonders interessieren: Die Frankfurter Eintracht kämpft noch um den Einzug in die Champions League (CL); es wäre das erste Mal, dass die SGE in der sogenannten Königsklasse mitspielten dürfte. Zwei Spieler aus Frankfurt, die ausgeliehenen Dominik Kohr und Danny da Costa, können zusammen mit der restlichen Mainzer Mannschaft daran mitarbeiten, dass dies auch gelingt, indem sie den Eintracht-Konkurrenten Dortmund auf Distanz halten. Es wäre in ihrem doppelten Interesse: Sie retten die Mainzer vor dem Abstieg und schießen ihren eigentlichen Verein gleichzeitig in die CL, was mit mindestens einer Prämie verbunden sein dürfte.

Wenn unsere Jungs es gegen Dortmund schaffen so zu spielen wie gegen die Bayern oder Frankfurt, sollte was drin sein. Hochgeschwindigkeitsfußball, vorne giftig pressen, nach Balleroberung immer schnell umschalten, im Mittelfeld alles wegputzen, was möglich ist, hinten kompromisslos verteidigen. Und dann Konzentration auf die Standards. Hinten wie vorne. Eine Kraftanstrengung noch für den Klassenverbleib, aber auch einen irren Spaß daran, den hochbezahlten Profis aus Dortmund ein Bein zu stellen. Denn damit rechnen nicht viele, kaum jemand traut uns was zu gegen den derzeit super aufspielenden BVB. Also, Chance nutzen. Auf geht’s!

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