Jetzt gegen Hertha – „Wir sind noch nicht satt“

Sandhausen und Kiel haben es vorgemacht: Eine Fußball-Mannschaft kann erstarkt aus einer Quarantäne zurückkommen. Unsere Mainzer sind also gewarnt, wenn es an diesem Montag (18 Uhr) im eigenen Stadion gegen die Hertha aus Berlin geht, die aus der Quarantäne kommt. Ein Sieg unserer Jungs könnte vermutlich schon die Rettung bedeuten. Und wenn sie in dieses Spiel hineingehen wie gegen die Bayern, wenn sie zeigen, dass sie mehr als Hertha in der Liga bleiben wollen, dann schaffen sie das auch. Auf jeden Fall werde man sich auf „die bestmögliche Hertha-Mannschaft einstellen, die über viel Qualität verfügt“, hatte 05-Trainer Bo Svensson diese Woche gesagt.

Was genau er alles noch so plant für diese sehr wichtige Begegnung, wird der Coach wohl erst am Sonntag, einen Tag vor dem Match, kundtun, denn die abschließende Pressekonferenz soll dann um 13 Uhr beginnen (klick) – mehr Einzelheiten zum Spiel deshalb auch am Sonntag. So viel ist allerdings jetzt schon klar: Die angeschlagenen Leandro Barreiro und Johnny Burkardt dürften bis dahin wieder fit sein, beide waren ja recht angeschlagen aus diesem vielbeachteten Bayernspiel zurückgekommen. Das dem gesamten Team jetzt endlich auch mehr mediale Aufmerksamkeit beschert hat. Tja, wenn es gegen die Bayern geht… Ausschlaggebend war offenbar jedoch vielfach die Anerkennung, dass unsere Jungs an diesem Tag besser waren als der mehrfache Deutsche Meister (wir sind halt doch Deutscher Mainzer… ;-)).

Gegen die Bayern habe sich sein Team schon sehr seiner Idealvorstellung genähert, sagte der Trainer noch einmal. Ja, es war bemerkenswert, was die Jungs da geleistet hatten – auf den Flügeln die Bayern gebremst, so dass sie ins Zentrum auswichen, wo sie ebenfalls früh angelaufen wurden. Dank mutiger Balleroberungen kamen die Nullfünfer auch zu Torchancen. Von denen sie nicht mal alle nutzten. Noch ein wenig mehr Abgebrühtheit und die Bayern hätten mit 0:4 hinten gelegen. Und gäbe es keinen Konjunktiv… Hinten haben alle leidenschaftlich verteidigt, vor allem gegen Ende des Spiels, als sich die enorme Laufleistung bemerkbar machte. Und auch das ist ein Merkmal dieser Rückrunde: Dass die Jungs wirklich fit sind, fitter als in der Hinrunde, fitter als unter Beierlorzer. Das ist zumindest mein Eindruck.

Vor allem aber steht da eine Mannschaft auf dem Platz. Eine, die sich gegenseitig hilft und stützt. Und: „Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass wir schon satt sind“, sagte Svensson. Der zudem alle Gerüchte und Spekulationen bezüglich einer Abwanderung von sich wies. Er habe von Anfang an gesagt, dass er etwas Langfristiges in Mainz aufbauen wolle. Wir haben es alle gerne gehört.

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