Svensson: Spiel gegen Köln nur so wichtig wie jedes andere

Schon lange vor der Begegnung unserer Mainzer beim 1. FC Köln wird dieses Spiel ordentlich gehypt durch diverse Meldungen über den Druck, den der Kölner Trainer Markus Gisdol habe. Verliert er, kommt Friedhelm Funkel, der kauere schon in den (berühmten) Startlöchern, um dann zu übernehmen. Was aber bedeutet das für uns? Zwei Punkte nur trennen uns von den Geißböcken – die sehen mit einem Sieg gegen die Nullfünfer wieder etwas mehr Luft im Abstiegskampf.

Die Luft aber ist dünn da unten im Tabellenkeller. Den jetzigen Gegner haben wir immerhin wie auch Bielefeld eingeholt. Dennoch: Bislang konnten unsere Jungs noch kein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gewinnen. Aber all das spielt für den Mainzer Trainer Bo Svensson keine Rolle, „null“, wie er sagt. Er ist bemüht, die heiße Luft vor der Begegnung etwas abzukühlen, zu beschwichtigen. Svensson geht es – und das immer wieder – um die „Leistungsgarantie“, die er von seiner Mannschaft bekommen möchte – in jedem Spiel. Das sei das Wichtigste für ihn. „Es geht darum, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, zu gewinnen. Dass wir eher gewinnen als Köln.“

Ein Manko im Spiel gegen Arminia Bielefeld war das Agieren im letzten Drittel, eher noch im gegnerischen Strafraum. Deshalb habe er fürs Offensivspiel einiges trainieren lassen, so Svensson, „aber es gibt auch andere Faktoren, die wir trainiert haben“, sagte er, ohne konkret zu werden. Den derzeit schweren Stand des Kölner Trainers Markus Gisdol wollte Svensson nicht kommentieren. Er erwartet „ein intensives, temporeiches Spiel mit viel Kampf, „so wie Abstiegskampf aussehen muss sieben Spieltage vor dem Ende“.

Svensson hat einen starken und aggressiven Gegner ausgemacht, einen der versucht, sich immer wieder flach durch das Mittelfeld zu kombinieren. Der FC tut sich mit dem Toreschießen jedoch ähnlich schwer wie unsere Nullfünfer. Immerhin kehrte am vergangenen Spieltag nach vier Monaten Sebastian Andersson zurück, der Mann, der fürs Toreschießen geholt worden war. Der Schwede muss aber noch mehr Spielpraxis kriegen. Unser eigener Schwede, Robin Quaison, hat zuletzt das wichtige Abstauber- und Siegtor gegen Freiburg erzielt. Es wäre ihm zu wünschen, dass er wieder mal weitere wichtige Tore macht. Wie auch Karim Onisiwo, Adam Szalai und Robert Glatzel, denn zum Ende der Saison warten noch schwere Gegner auf uns – Bayern, Wolfsburg, Frankfurt, Dortmund. Es müssen also noch Punkte her.

Personell kann der 05-Trainer fast aus dem Vollen schöpfen – nur Luca Kilian hatte sich bekanntermaßen verletzt und fällt mindestens bis Saisonende aus. Möglich, dass da Costa von Beginn an wieder dabei sein wird, aber Daniel Brosinski habe zuletzt gespielt, weil er sehr gut trainiert hatte, sagte der Trainer.

Alles in allem aber will Bo Svensson dieses Spiel in Köln nicht über alle anderen Spiele stellen, wohl wissend, dass es dennoch ein sehr wichtiges Spiel ist. „Wie an jedem anderen Spieltag auch.“ Das hatte der Mainzer Trainer zuvor mehrfach hervorgehoben.

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