Wie Mainz 05 Freiburg bezwingen kann

„Freiburg bleibt sich komplett treu, hat eine Konstante, natürlich auch mit seinem Trainer“, sagt 05-Trainer Bo Svensson über den nächsten Gegner, der an diesem Samstag (15.30 Uhr) ins Mainzer Stadion kommt. „Sie stehen zu Recht da in der Tabelle, wo sie stehen, und das ist für uns als Tabellenvorletzter eine riesige Aufgabe, die wir vor der Brust haben“, sagte der Trainer. Auch wenn das Hinspiel 3:0 für die Mainzer ausging – der Coach glaubt nicht, dass er viel mitnehmen kann aus diesem Hinspiel. Was nicht nur daran liegt, dass der dreifache Torschütze Mateta inzwischen bei Crystal Palace kickt. Immerhin: Die Teams werden auf einem frisch verlegten Rasen spielen. Ob das die Herangehensweise von Svensson verändern wird, ist eher fraglich.

Team und Fans haderten damit, gegen Augsburg und Schalke nicht getroffen zu haben, was jedoch nicht zu Ungeduld oder gar zu hohen Erwartungen führen sollte, noch immer nicht das rettende Tabellenufer erreicht zu haben. Beharrlichkeit ist gefragt, Beharrlichkeit auch in den Umsetzungen der Trainer-Vorgaben, im Einüben von Laufwegen und Kombinationen bis vors gegnerische Tor, genaueren Flanken in die Box und beim Nachrücken aus dem Mittelfeld. Also – besser machen. Was hätte alles sein können, wenn 05 gegen Augsburg oder Schalke gepunktet hätte – das interessiert den 05-Trainer gar nicht, das hält er für verschwendete Energie. „Wenn man zu viel darüber nachdenkt, was war und was hätte sein können, verliert man den Fokus auf das Hier und Jetzt.“

Was ist mit Robin Quaison, der zuletzt wegen einer Verletzung nicht spielen konnte? Der Stürmer haue sich rein, sagte Svensson und er habe konditionelle Rückstände aufgeholt. Der Schwede rücke näher ran an eine aktive Rolle im Team, was auch für Pierre Kunde Malong gelte, der seine Qualitäten im Training immer wieder beweise. Torschützen werden dringend benötigt. Svensson lässt alles üben, was er in dieser Hinsicht so machen kann. Die Mannschaft müsse ihre Chancen aber schon selbst nutzen. Aber Svensson nimmt auch eine andere Perspektive ein: „Wir hatten nach der Hinrunde sieben Punkte. Niemand ist damit bislang in der Liga geblieben. Sieben Spiele später beschweren wir uns über die fehlende Quote im Sturm. Wenn das jetzt die Themen bei uns sind, ist das schon eine positive Tendenz.“ Es kommt halt immer auf die Perspektive an…

Außer Karim Onisiwo sind alle Stürmer für Samstag einsatzbereit. Anzunehmen, dass Svensson wieder auf seine eingespielte Elf setzen wird, doch können wir darauf spekulieren, wer neben Szalai stürmen wird. Die letzte Reihe dürfte ebenso klar sein, in der auch der gerade in die niederländische Nationalelf berufene Jeremiah St. Juste stehen wird.

Freiburg wird nicht erneut verlieren wollen. Mateta ist weg, und unter Svensson spielen unsere Jungs ganz anders. Aber sie können mit ihrer aggressiven Spielweise den Breisgauern erneut den Schneid abkaufen wie im Hinspiel. Dann sollten sich Chancen ergeben. Sein Team werde „sehr, sehr viel tun“ müssen, weiß Svensson. Freiburg habe viele Stärken, das habe er der Mannschaft noch mal verdeutlicht. Das einzige, was im Moment fehle: Dass sich die Mannschaft mal selbst belohnt. Also Jungs, belohnt Euch! Ihr habt’s verdient 😉

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