Svensson: Schalke wird eine schwierige Aufgabe

Wenn unsere Jungs an diesem Freitag (20.30 Uhr) auf Schalke gegen den aktuellen Tabellenletzten spielen, geht der Blick automatisch auf den neuen Trainer der Königsblauen, auf Dimitrios Grammozis. Der neue Mann hat gleich verkündet, dass seine Truppe gegen Mainz eine Top-Leistung abgeben werde. „Es ist ein Flutlichtspiel, 20.30 Uhr, Fußball-Deutschland schaut zu, die ganze Unruhe bei Schalke und die vielen Trainerwechsel – und jetzt hast du die Chance auf einen Neuanfang. Diese Chance wollen die Spieler ergreifen und auch zeigen, was in ihnen steckt. Das wird eine schwierige Aufgabe, absolut“, sagte 05-Trainer Bo Svensson über die Situation bei Schalke.

Ob er geflucht habe, dass Schalke den Trainer wechselte, wurde Svensson gefragt? „Nein, ich habe ein bisschen geflucht, weil wir das Spiel gegen Augsburg nicht gewonnen haben. Und vielleicht auch teilweise über ein paar Dinge im Training.“ Er könne das nicht beeinflussen, was beim Gegner passiere. Sein Team müsse schon auf sich selbst schauen. „Wir müssen den Fokus noch mehr auf uns selbst haben.“ Die Gegneranalyse sei etwas anders ausgefallen als sonst. Dennoch hat sich Svensson schon mal alle Spiele von Darmstadt angeschaut aus der Zeit, als der neue Schalke-Trainer noch die Hessen trainierte. Hat sein Team die Niederlage gegen Augsburg gut verkraftet? „Es war im Großen und Ganzen keine schlechte Leistung von uns, mal abgesehen von dem einen Fehler. Wir waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Aber die Jungs haben es gut auf den Punkt gebracht, wie damit umzugehen ist.“

Lässt Svensson wieder mit demselben Team wie zuletzt auch gegen Schalke spielen? Oder darf Robert Glatzel sogar von Anfang an? „Es kann sein, dass er von Anfang an spielt“, sagte der Mainzer Trainer auf beharrliches Fragen der Journaille. Aber nur deshalb. Nicht unwahrscheinlich ist es, dass dieselbe Elf beginnt wie zuletzt. Svensson hat auch noch Robin Quaison in der Hinterhand, der allerdings länger nicht mehr getroffen hat. Der Stürmer sollte aber darauf brennen zu zeigen, dass er noch torgefährlich ist. Auch Dominik Kohr ist wieder einsatzbereit.

In jedem Fall muss der Trainer das Angriffspiel beleben, müssen seine Jungs torgefährlicher werden. „Wir hatten 36 Flanken gegen Augsburg, das waren bis dahin die meisten für Mainz 05. Es lag an Kleinigkeiten, an technischen Fehlern, Laufwegen, an der Flankenqualität.“ Viel Inhaltliches habe er mit seinem Team bereits thematisiert. Es gehe aber auch um die Frage: „Wie finden wir die entscheidende Lösung gegen tiefstehende Gegner im letzten Drittel des Spielfelds?“ Gegen Augsburg sei das besonders schwer gewesen.

Hat Robin Zentner seinen Faux-pas verarbeitet? Hat das irgendwelche Konsequenzen? Das verneinte der Trainer ganz klar. Da müsse er künftig ja jeden Innenverteidiger oder Stürmer auswechseln, wenn diese mal einen Fehler machten. „Wenn ich das Gefühl hätte, dass die Leistung von Robin nicht in Ordnung ist, dann würde ich mir das überlegen. Aber ich habe hier null das Gefühl. Deshalb steht der Robin im Tor und ich zu hundert Prozent hinter ihm.“

Die Ausrichtung jetzt sei klar: „Elf Spiele noch, wir sind Tabellenvorletzter und müssen Punkte holen. Aber erst mal kommt Schalke 04.“ Absolut. Die Königsblauen schießen sich schon mal auf uns ein. Nachstehend die Pressekonferenz mit dem neuen Coach Dimitrios Grammozis. Schalke muss weiterhin auf wichtige Akteure verzichten. Für Grammozis ist Mainz 05 nach dem Wechsel auf Bo Svensson ein anderes Team. „Sie wollen punkten bei uns. Aber wir freuen uns total auf das Spiel, ich möchte meine Jungs nur noch loslassen und zeigen, was in ihnen steckt.“ Lange auf ein 0:0 setzen und dann zuschlagen. Mehr wollte der neue Mann an die Adresse der Mainzer aber nicht verraten. Was eintreffen könnte, wenn seine Mannschaft dieses Spiel nicht gewinne, darüber wolle er jetzt nicht nachdenken. Dann aber gehen auf Schalke wirklich langsam die Lichter aus. Wer gewinnen wird? Die Mannschaft, die den größeren Willen hat.

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