Keine Punkte gegen destruktives Augsburg

Augsburg bleibt der unangenehme Gegner für Mainz 05. Auf schwerem Geläuf verpassen es unsere Nullfünfer im eigenen Stadion gegen die Schwaben zu punkten und bleiben somit unterm Strich. In der Schlussphase versuchten sie mit großer Energie, das selbstverschuldete Gegentor zu egalisieren. Vergebens.

Ohne Dominik Kohr (grippaler Infekt), aber von Anfang an mit Kevin Stöger gingen unsere Mainzer in das Kampfspiel gegen den FC Augsburg. Das war aber auch schon die einzige Änderung im Team.

Etwa eine Minute war gespielt, da mussten wir bereits die Luft anhalten. Aus einem etwas fahrlässig verursachten Eckstoß unserer Farben wurde ein gefährlicher Torschuss des Augsburgers Florian Niederlechner, der gerade noch geblockt wurde.

Wie erwartet, kämpften beide Mannschaften vor allem im Mittelfeld eisern um den Ball. Dort spielte sich hauptsächlich das gesamte Geschehen ab. Augsburg ließ Mainz kommen, zog sich meist bis auf seine beiden Stürmer zurück, sogar relativ weit bis in die eigene Hälfte, versuchte es mit weiten und langen Bällen in die Spitze, wenn es das Spielgerät eroberte. Da mussten unsere Jungs aufpassen, nicht zu hoch zu stehen, nicht zu tief in des Gegners Hälfte, zumindest eine ausreichende Kontersicherung zu haben.

Danny Latza versuchte es in der 16. Minute mit einem Schuss aus dichtem Gewühl im Strafraum, aber Gästetorwart Gikiewicz war auf der Hut. Kurze Zeit später hatte Onisiwo eine gute Chance, aber er stand im Abseits. Dazwischen Barreiro mit einer wunderbaren Grätsche, mit der er den durchstartenden Niederlechner aus dem Spiel nahm.

Unsere Jungs bearbeiteten die Augsburger intensiv, vor allem Barreiro, aber auch Onisiwo und Szalai verschafften sich immer wieder resolut Räume, vor allem im und vor dem Strafraum. Aber noch war der Ball nicht im Tor. Dann aber doch. Nur leider im falschen. Was war da mit Robin Zentner los? Der Mainzer Torwart spielte den Ball dem Gegner direkt in die Füße. Und so stand es in der 25. Minute plötzlich 0:1. Schön jedoch, dass die Kumpels ihren Torwart sofort aufmunterten. Wunderbar!

Ein enttäuschter Robin Zentner. Er sollte nicht zu lange hadern, oft genug ist er der allerletzte Rückhalt seines Teams. Auch er darf mal einen Fehler machen.

Weiter geht es, Köpfe nicht hängen lassen. Aus dem Spiel heraus hatte der FC Augsburg bislang kaum Chancen gehabt, hier war doch noch einiges zu holen. Unsere Nullfünfer bauten zusehends mehr Druck auf vor dem Tor der Gäste. Unsere Jungs waren präsent, aggressiv und hatten Zug zum Tor. Dass sie noch nicht getroffen hatten, lag vor allem am völlig blockierten Strafraum der Augsburger. Hier müssten sie noch schneller umschalten, mehr ins Tempo gehen, um die Gäste mal richtig zu überraschen. Ansonsten blieb nur das beharrliche Bespielen des Augsburger Strafraums. Und ein paar Distanzschüsse wie jenen, den Latza kurz vor dem Halbzeitpfiff abgegeben hatte.

Verbissener gingen beide Teams im zweiten Durchgang ans Werk. Dieses Spiel war ganz und gar nicht schön anzusehen, dafür ging es bei beiden Teams um sehr viel. Unsere Mainzer drückten, hatten auch ihre Abschlüsse, aber noch waren sie nicht zwingend genug. Im Gegenzug ließ der Augsburger Benes eine Chance kurz nach Wiederbeginn ungenutzt, das hätte für uns auch ins Auge gehen können. Die Gäste kamen jetzt häufiger gefährlich vor Robin Zentners Tor.

Mainz musste noch mehr tun. Trainer Bo Svensson ließ schon einmal seine Ersatzspieler warmlaufen. Glatzel und Boëtius kamen für Bell und Szalai. Svensson stellte offenbar auf eine Viererkette um. Das ging dann ein wenig unter in einer umstrittenen Strafraumszene mit Danny Latza, der sich beim Torschuss verletzte. Nach kurzer Überprüfung ging es ohne Konsequenzen weiter.

15 Minuten waren offiziell noch zu spielen und die Nervosität und Ungeduld bei unseren Jungs nahm spürbar zu. Immer ging irgendwo noch ein Augsburger Fuß dazwischen, rannten unsere Mainzer ergebnislos den Strafraum der Gäste an und dem selbstverschuldeten Gegentor hinterher. Ein kräftezehrender Abnutzungskampf. Boëtius‘ Torschuss in der 79. Minute konnte der Schlussmann der Schwaben problemlos parieren. Vielleicht mit Burkardt? Er kam für Latza. Dann Ötztunali für da Costa.

Schrecksekunde in der 85. Minute. Hahn hatte Torwart Zentner schon überwunden, setzte den Ball aber an den Pfosten. Riesenglück für Mainz. Und fast im Gegenzug ebenso. Onisiwo setzte den Ball an den Pfosten.

Angriff um Angriff rollte gegen das Augsburger Tor. Vier Minuten Nachspielzeit. Der Gegner verrammelte weiterhin das eigene Tor, da war kaum ein Durchkommen. Und so blieb es auch bei diesem 0:1 nach einem individuellen Fehler. Trotzdem: kein Rückschlag. Es geht weiter. Unsere Jungs tun sich immer schwer, wenn sie das Spiel selbst machen müssen, vor allem gegen einen derart destruktiven Gegner wie Augsburg.

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