Svensson bremst Erwartungen gegen Gladbach

Bo Svensson trifft seinen alten Kumpel Marco Rose. So könnten wir den Bericht zum Spiel unserer Mainzer am Samstag bei der Borussia aus Mönchengladbach beschreiben. Aber so einfach ist das ja nicht mit diesem Champions-League-Aspiranten. Und die Meldung vom Rose-Wechsel nach Dortmund sollte man nicht überbewerten so von wegen Verunsicherung des Gastgebers. Auch unser Remis in Leverkusen sollte uns nicht dazu verleiten zu glauben, dass für unsere Jungs bei der Borussia in jedem Falle etwas zu holen ist.

Svensson bremst solche Hoffnungen. Diese Erwartung sei nur eine Bestätigung, dass man einigermaßen auf dem richtigen Weg sei. „Trotzdem: Du spielst gegen Gladbach. Sie spielen vier Tage später im CL-Achtelfinale. Sie haben einen überragenden Kader, einen sehr guten Trainer, eine Spielweise, die sehr, sehr schwer zu bespielen ist. Daher kann ich sehr gut einschätzen, was uns dort erwartet und was wir alles investieren müssen, um eine Chance zu haben.“

Marco Rose als Spieler von
Mainz 05. Foto: itt

Natürlich kamen auch Fragen zu Roses Wechsel zum BVB (interessant zu sehen, wie viele Leute sich bei der VRM ums Thema Mainz 05 kümmern, die schlagen sich anscheinend darum ;-)). „Wie ich Marco kenne, wird er seine Truppe sehr heiß machen für Samstag, das macht es für uns nicht leichter.“ Die Hauptaufgabe seines eigenen Teams sei es, die Leistung zu bestätigen und der bisherigen Linie treu zu bleiben. „Wir müssen uns aber auch damit beschäftigen, was wir vorhaben. Aber Gladbach ist eine auf jeder Position topbesetzte Mannschaft, sie sind in einer schwierigen Champions-League-Gruppe weitergekommen, da werden wir nochmals als Team aber auch als Einzelspieler auf dem Prüfstand stehen.“

Svensson schaute noch mal zurück auf das Spiel gegen Leverkusen, weil einiges daraus auch für die Begegnung in Mönchengladbach gelten könnte. Was könnte man besser machen? „Wie wir im ersten Durchgang so tief verteidigt haben, das wird auch gegen Gladbach kommen, müssen wir aggressiver verteidigen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns sehr viele Torchancen erspielt, da bin ich sehr zufrieden. Aber jedes Spiel ist halt anders.“

Wird Robert Glatzel von Beginn an spielen, könnte er überhaupt? Da sieht der Coach kein Problem, auch nicht bei der Möglichkeit, sowohl Szalai als auch Glatzel zusammen in den Sturm zu stellen. „Absolut vorstellbar. Da spricht nichts dagegen. Es wäre nur taktisch etwas anders.“ Aber als ehemaliger Innenverteidiger wisse er, dass es nicht angenehm sei, gegen zwei derart große Stürmer zu spielen. Im übrigen habe nicht er Szalai wieder einsatzbereit gemacht, sondern der Spieler selbst sei auf ihn zugekommen und er habe entsprechende Leistungen im Training geliefert. „Entscheidend war, mit welchem Fleiß und welcher Qualität er jeden Tag im Training spielt. Er ist einer, der auch die Fähigkeit hat, seine Mitspieler besser zu machen. Das ist eine Fähigkeit, die nicht jeder hat.“ Lob hatte der Coach auch für seinen neuen linken Außenverteidiger, Philipp Mwene. „Er wird von Spiel zu Spiel besser.“

Auf zwei Akteure muss Svensson jedoch verzichten: Robin Quaison laboriert noch immer an seiner Verletzung, und Edimilson Fernandes verletzte sich im Training. Der Schweizer wird noch ein paar Wochen mit einer Bänderverletzung ausfallen.

Und auch das wurde angerissen: Profifußball in Zeiten von Corona ist derzeit ein großes Thema, da für die Profis im Gegensatz zu den langsam verarmenden Amateuren wesentlich mehr Freiheiten gelten – dazu gab Svensson noch seine Einschätzung, einfach mal das Video anhören.

Ansonsten wünsch ich uns nur für diesen Samstag (15.30 Uhr) in Mönchengladbach auch etwas Glück. Die Gastgeber werden sich vielleicht innerlich eher auf ihr CL-Spiel vorbereiten als auf den Vorletzten der Bundesliga. Das erhoffe ich mir zumindest.

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