Robert-Nesta Glatzel, der neue Torjäger?

Gegen Leverkusen war er vielleicht zehn Minuten auf dem Spielfeld, da kam die Spitzenflanke von Niakhaté gezielt auf ihn, der weit nach vorne gesprintet war, um den Ball direkt mit der Sohle seines linken (nicht rechten) Fußes rechts am verdutzten Torjäger vorbei in den Kasten zu lenken. So richtig im Stile eines Torjägers. Sollte Robert Glatzel, die Leihgabe aus Cardiff, häufiger solche Szenen haben, dürfte er sich ganz schnell in die Herzen der Mainzer Zuschauer spielen.

Im Viertelfinale des DFB-Pokals 2018/2019 gelangen Glatzel beim 4:5 seiner Heidenheimer gegen den FC Bayern sogar drei Treffer. Seinerzeit hatte er so richtig auf sich aufmerksam gemacht. Cardiff City hatte den Torjäger dann in die zweite englische Liga gelotst, und andere hatten das Nachsehen, auch unser FSV Mainz 05. Weil er auf der Insel sich nicht so ganz in Szene setzen konnte für seinen neuen Verein, konnte er jetzt an die Mainzer ausgeliehen werden. Und macht er da so weiter, wie er gleich im zweiten Spiel begonnen hat, dann wird ihn Cardiff bald wiederhaben wollen.

Mit der Sohle seines linken Schuhs leitet Robert Glatzel den Ball direkt zum 1:2 ins Leverkuser Tor.

Garanten für das 2:2 gegen Leverkusen waren aber auch noch andere Spieler: Niakhaté, der in der Abwehr den Ton angab, aber auch aus dem Mittelfeld heraus tolle Szenen in der Spieleröffnung hatte, sollte nicht unerwähnt bleiben. Sein Tor wurde wegen unglücklichen Handspiels nicht gewertet. Zu erwähnen wäre auch Dominik Kohr, der mit einer unglaublichen Laufleistung von 12 km jede Menge Bälle abgefangen und Impulse nach vorne gegeben hat. Ebenfalls ein Laufwunder ist unser Leandro Barreiro. In der ersten Hälfte noch nicht so präsent, drehte er aber im zweiten Durchgang ordentlich auf. Fast wäre ihm auch ein Treffer gelungen – zu wünschen wäre es ihm auf jeden Fall gewesen. Daneben noch Szalai und Onisiwo – echte Malocher vorne wie hinten, die unglaublich mannschaftsdienlich gespielt haben und leider auch nicht mit einem Treffer belohnt worden sind. In der zweiten Hälfte haben sie alle deutlich besser nach vorne verschoben, noch weiter vorne gepresst, noch mehr gedrängt und Druck auf Leverkusen ausgeübt, das zeitweise nichts anderes tun konnte als verteidigen.

Alles in allem gute Anzeichen für ein verbessertes Spiel unserer Mainzer. Auch wenn Trainer Svensson zurecht bremst und sagt, dass die Mannschaft noch immer nicht so gefestigt sei, wie er sich das wünsche. Wir haben es in der ersten Halbzeit in Leverkusen auch gesehen. Und hoffen, dass es gegen Mönchengladbach am nächsten Wochenende noch besser wird.

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