Kein Mateta-Ersatz – „wollen ganzen Kader optimieren“

Nach dem Tiefschlag aus dem Heimspiel gegen Wolfsburg nun der nächste Hammer? An diesem Samstag (15.30 Uhr) kommt der Top-Club RB Leipzig nach Mainz. „Da kommt einiges an Offensivqualität auf uns zu“, sagte Trainer Bo Svensson. „Es wird Phasen geben, in denen wir tief verteidigen werden. Aber nicht zu lange, weil dann der Weg zum gegnerischen Tor zu weit wird.“ Es gelte die Balance zu finden, wo sein Team einerseits die Räume schließen könne und andererseits welche öffne, um Impulse nach vorne zu setzen. Für den an den Londoner Klub Crystal Palace ausgeliehenen Mateta wird es offenbar erst einmal keinen Ersatz geben.

Tatsächlich nicht? In erster Linie sollten die bestehenden Stürmer Matetas Fehlen ersetzen, „aber wir schauen uns um auf dem Markt“, meinte Svensson kurz angebunden. Warum aber ließ man ausgerechnet den torgefährlichsten Spieler ziehen? „Es gab keine andere Möglichkeit“, ergänzte Sportdirektor Martin Schmidt. „Wir wollten J-P auch diesen Wunsch nicht verwehren. Wir wissen, dass er mit sieben Toren geht, wobei er fast die Hälfte davon in einem Spiel gemacht hat. Das müssen die übrigen Stürmer nun ausfüllen“, sagte Schmidt, der über Details des Ausleihvertrags von Mateta nichts verraten wollte. „Sicher waren es auch wirtschaftliche Gründe“, ergänzte Schmidt erst auf Nachfrage des SWR. „Es ist jetzt aber nicht so, dass wir dieses Geld für Mateta sofort wieder in einen Stürmer investieren, wir wollen ja den ganzen Kader optimieren“, so der Sportdirektor. Gibt es nicht auch auf der Position des Linksverteidigers noch Bedarf für einen Transfer? „Wir beobachten den Markt, da laufen auch Gespräche“, sagte der Sportdirektor, aber der Transfermarkt sei derzeit sehr hart. Der Bedarf zuletzt hatte sich auch erst ergeben, nachdem sowohl St. Juste als auch Brosinski ausgefallen waren. Er, Schmidt habe auch die weitere sportliche Entwicklung im Blick, sprich auch auslaufende Verträge in einem oder eineinhalb Jahren.

Wie jetzt reingehen in die Rückrunde angesichts des Umstands, dass der Relegationsplatz acht Punkte entfernt ist? Mit dieser Frage will sich der Trainer gar nicht groß beschäftigen, er will, dass die Mannschaft sich auf sich selbst konzentriert, auf die täglichen Dinge im Training, auf das, was man selbst beeinflussen könne. „Ich weiß, das ist eine langweilige Antwort, aber das ist so“, sagte der Coach. Die Situation nach dieser Hinrunde sei natürlich nicht gut. Und ja, er sei nach dem Ergebnis gegen Wolfsburg enttäuscht gewesen. „Aber wir haben noch 17 Spiele.“ Allen sei die Herausforderung klar, sagte auch Martin Schmidt. „Wir wissen, dass es schwerer wird für uns. Wir wissen aber auch, dass man am 17. Spieltag noch nicht abgestiegen ist wie auch, dass man mit sieben Punkten bis dahin noch nie dringeblieben ist“, sagte Martin Schmidt. „Andererseits wenn es noch nie ein Team geschafft hat, vielleicht schaffen wir das?“

Die Mannschaft müsse sich jetzt auf jedes Spiel konzentrieren und die Herausforderung alles zu versuchen, annehmen, vor allem gegen Mannschaften, gegen die man punkten müsse. Jetzt zu wissen, nichts mehr verlieren zu können, könne auch beflügeln. „Und wir werden versuchen, den ein oder anderen zusätzlichen Impuls noch zu setzen und dann die Chance, die sehr klein ist, noch zu ergreifen.“ Und selbst wenn das schief gehen sollte: „Mein Impuls ist es, Mainz 05 wieder dorthin zu bringen, wo es mal war. Aber das geht nicht in 14 Tagen oder ein oder zwei Monaten. Das ist mir völlig bewusst. Ich sehe aber die Qualität in der Mannschaft. Irgendwann werden wir drei Spiele hintereinander gewinnen müssen, aber dazu sind wir in der Lage“, sagte Svensson.

Es gibt auch bessere Nachrichten: St. Juste, Brosinski und Fernandes sind wieder im Aufbautraining. Von allen dreien dürfte vermutlich nur Brosinski spielen, sagte der Trainer.

Foto oben/außen: OneFootball/Alex Grimm/Getty Images

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