0:2 – Harmlos und fehlerhaft gegen Wolfsburg

In der heimischen Arena kennt unsere Mannschaft offenbar nur noch Niederlagen. Ideenlos und mutlos präsentierte sich unser Team am Dienstagabend gegen Wolfsburg, verlor wegen defensiver Nachlässigkeiten mit 0: 2. Der Auftritt war insgesamt eher ein Rückschritt in der Weiterentwicklung der Mannschaft. Und die Nachricht vom Wechsel Jean-Philippe Matetas nach England hat die Stimmung auch nicht gerade aufgebessert.

Mit nur einer Änderung zum Spiel in Dortmund – Onisiwo rückte für Quaison in den Sturm – traten die Nullfünfer gegen Wolfsburg an. Und genau dieser Onisiwo hatte es gegen die eisenharten und groß gewachsenen Abwehrspieler der Niedersachsen schwer. Lange Kerls hat Wolfsburg aber auch vorne, einen wie Wout Weghorst, der trifft und trifft. Den niederländischen Nationalstürmer nahmen sie gleich zu Beginn in besondere Bewachung und kämpften heiß um fast jeden Ball.

Vorne liefen sie die Gäste früh an, eroberten einige Bälle, aber kamen nicht wirklich zu Torgelegenheiten. Wolfsburg machte es ebenso und brach immer wieder durch die Mainzer Reihen. In der Gegenrichtung kamen unsere Jungs nach 22 Minuten zu ihrem ersten Eckball. Der nichts einbrachte. Niakhaté versuchte es mal mit einem Schuss, doch war der nicht nur zu schwach, sondern ging auch vorbei. Sie suchten ganz vorne immer wieder Burkardt, der meist mit dem Rücken zum Gegner stand, doch entweder kam der Pass auf ihn zu ungenau oder der Stürmer kam an seinen zwei, drei Bewachern nicht vorbei. Zur Pause ein 0:0.

Achtung, Weghorst lauert hinter Hack.

Unverändert kamen beide Teams wieder auf den Platz, doch legte Wolfsburg gleich einen Zahn zu, attackierte giftiger und machte die Räume noch enger. Wenn unsere Jungs mal nach vorne kamen, fehlten Ideen und Geradlinigkeit. Immer wieder pausierte das Spiel, weil die Akteure sich gegenseitig foulten oder der Ball ins Aus ging – kein schöner Anblick, zähe Angelegenheit. Bo Svensson wechselte, brachte Neuzugang Kohr, der erst tags zuvor verpflichtet worden war, sowie Tauer. Es gingen Boëtius, der immer zwischen Genialität und Schlamperei schwankt, sowie Ötztunali.

Und dann, wie so oft in dieser Saison, ging der Gegner in Führung. Mit einem genialen Pass von Arnold in den Strafraum, wo Bialek schnell durch war und das Spielgerät in Zentners Tor versenkte. Niakhaté kam zu spät. Was nun? Es fehlten dringend Impulse aus dem offensiven Mittelfeld, da kamen kaum Bälle in die Spitze. Konnte Kohr diese setzen? Oder Szalai etwa? Er kam für Bell, damit löste Svensson eine Verteidigerposition auf.

Geholfen hat es nicht. Vielmehr unterlief Hack – zuletzt eher eine Bank – ein haarsträubender Fehler: Sein Rückpass misslang komplett, er strich eher leicht übers Spielgerät. Den Ball nahm der hinter ihm lauernde Weghorst auf und lupfte ihn über Zentner hinweg ins Tor zum 0:2.

Bei solchen Fehlern fällt es wahrlich schwer, noch optimistisch zu bleiben. Die Konzentration Richtung Spielende ist bei unserer Truppe kolossal schlecht, da wird am Ende der Druck auf die letzte Reihe zu groß. Hier machen wir immer noch die meisten Fehler.

Dieser Spieltag war also mal wieder gelaufen. Was muss noch geschehen, dass dieser Verein wieder erfolgreicher wird? So langsam fällt auch mir nur die Zweite Liga ein. Und selbst das ist ja keine Garantie für eine Genesung, da sehe ich uns derzeit eher im unteren Tabellendrittel.

Am Samstag kommt RB Leipzig. Zur Stunde ist nicht zu erwarten, dass wir da Punkte mitnehmen zum Beginn dieser Rückrunde.

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