Kampfesleistung gegen den BVB belohnt

Dank einer starken und geschlossenen mannschaftlichen Leistung gegen Dortmund belohnten sich unsere Nullfünfer mit einem Punkt. Das war eine beeindruckende Leistung in einem Spiel, das mit einer Hiobsbotschaft begann: St. Juste konnte wegen Oberschenkelproblemen nicht spielen und auch Brosinski fiel wegen einer Knieverletzung aus. Der nächste Schreck ereilte uns nach eineinhalb Minuten: Haaland traf sehenswert ins Mainzer Tor. Es dauerte fast 3 Minuten, bis der Video-Schiedsrichter auf Abseits erkannte. Puh. Ob das eine Warnung für unsere Mainzer war? Anscheinend, denn Haaland sollte von nun an nicht mehr groß auffallen.

Drei Veränderungen gab es im Vergleich zum letzten Spiel: Phillipp Mwene und unser langjähriges Eigengewächs Stefan Bell standen neu in der Abwehr neben Hack und Niakhaté auf der linken Seite, Ötztunali auf rechts. Letzterer ließ sich bei gegnerischem Ballbesitz in eine Fünferkette zurückfallen.

Nach dem Abseits-Schocker waren unsere Jungs stärker um eine kompakte Verteidigung bemüht. Dortmund hatte mehr Ballbesitz, doch versuchten die Gäste, alle Anspielstationen zuzustellen und ein Aufbauspiel des BVB zu verhindern. Dortmund störte früh, konnte einen Durchbruch der Mainzer aber nicht nicht immer verhindern. In solchen Momenten wäre mehr drin gewesen für unsere Mannschaft, doch spielte sie da nicht immer geradlinig genug. Latza hatte in der 19. Minute die erste aussichtsreiche Chance auf einen Treffer nach einem guten Angriff, doch hielt BVB-Keeper Bürki fest.

Ein echter Rückhalt für sein Team: Robin Zentner

Welch Riesenglück für Schlussmann Zentner, dass er den Ball in der 26. Minute noch erwischte, Marco Reus war schon fast per Heber an ihm vorbei, da touchierte der Ball den Keeper noch einmal, so dass er ihn packen konnte. Aber was war da los in der Mainzer Abwehr, da hatten sie den Ball hinten quer herausgespielt und dann noch direkt zum Gegner? Luft anhalten – denn solch ein dicker Patzer konnte zum ersten Gegentreffer führen.

Der Druck des BVB nahm zu, Bellingham traf in der 30. Minute nur den Pfosten, mittendrin mitunter kopflose Mainzer im eigenen Strafraum. Oft genug klärten sie nicht entschlossen genug. Aber Robin Zentner hielt noch alles fest, verletzte sich gar leicht bei einem Einsatz gegen Haaland.

Spät eingewechselt: Kevin Stöger

Bis zur Pause gab es immer wieder brenzlige Situationen im Mainzer Strafraum. Im Gegenzug hatten aber auch die Jungs von Bo Svensson ihre Chancen nach schnellen Umschaltmomenten, so hätte Quaison in der 33. Minute das 1:0 für seine Farben machen können, doch parierte Bürki erneut. Ohne Tore ging es in die Pause. Bis dahin war es eine ganz ordentliche Vorstellung einer Mainzer Mannschaft, die mit etwas Glück und dank Robin Zentner einen Gegentreffer verhindert hatte und nach vorne selbst etwas mehr Fortune benötigt hätte.

Konnten wir uns nach Wiederbeginn eben noch über Mainzer Harmlosigkeit und Fehlpässe im Angriff aufregen, schnappte sich Ötztunali bei einem Lauf einfach mal ein Herz – keiner war richtig mitgelaufen, zu dem er hätte passen können. Also schoss er. Exakt in die obere rechte Ecke. Und der saß. 1:0 für die Gäste! BVB-Trainer Terzic reagierte, nahm Bellingham runter, brachte den 16 Jahre jungen Ballzauberer Moukoko. Das Spiel wogte weiter, Dortmund mit Wut in den Beinen, die Svensson-Elf mit mehr Selbstvertrauen. Hack setzte einen Kopfball an die BVB-Latte. Onisiwo kam dann für Quaison.

Und dann dies: Der BVB erzielte in der 73. Minute den Ausgleich – weil Mwene genau einer dieser befürchteten Patzer unterlief, indem er direkt zum Torschützen Meunier verteidigte. 1:1. Gleich darauf der nächste Schreck: Der Schiri pfiff Strafstoß für Dortmund – Hack hatte gefoult. Doch Marco Reus setzte den Elfer neben Zentners Tor. Vorbei! Aber keine Zeit für Jubel. Turbulent ging es sofort weiter. Erst setzte Latza den Ball an den BVB-Pfosten, dann verpasste Burkardt den Nachschuss. Aua, das hätte der Führungstreffer sein können.

Svensson wechselte noch einmal: Tauer für Boëtius, Szalai für Burkardt – Mateta hingegen weiter auf der Bank. Dann Niakhaté mit einem Solosturmlauf in der 87. Minute – beeindruckend, denn sie waren alle sehr viel gelaufen. Sein Schuss ging leider vorbei. Ein letzter Wechsel dann: Stöger kam für Latza, den schon Krämpfe plagten. Es blieb dabei – unsere Nullfünfer holten in Dortmund einen Punkt. Beinahe wären es drei gewesen. Alles in allem aber ein sichtbarer Aufwärtstrend.

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