Svensson fordert Leidenschaft gegen Frankfurt

„Frankfurt ist eine Top-Mannschaft, sie haben viel Qualität, spielen offensiven und attraktiven Fußball mit einer klaren Handschrift vom Trainer. Als Mannschaft sowie als Einzelspieler haben sie hohe Bundesliga-Qualität“, beschrieb der neue Mainzer Trainer Bo Svensson den kommenden Gegner (Samstag, 15.30 Uhr). Zwei Tage nur fürs Training hatte er Zeit, sich ein Bild von der Mannschaft zu machen, zu reden und inhaltlich zu arbeiten. „Mein Eindruck war bis jetzt sehr, sehr gut“, sagte Svensson, „offene Jungs, die bereit sind, mitzuziehen“. Viel Zeit habe er verbracht, mit den Spielern in Kontakt zu sein, sowohl in der Gruppe als auch bei Einzelgesprächen. „Die Art und Weise war sehr angenehm.“

Extrem wichtig sei es ihm, dass sich die Spieler am Samstag und grundsätzlich als eine Mannschaft präsentieren, eine Mannschaft, die leidenschaftlich ans Werk geht. Das Team solle zeigen, dass es Lust habe, miteinander zu spielen und den Gegner vor Probleme zu stellen – „das ist in erster Linie mein Wunsch für Samstag“. Wichtig ist dem neuen Trainer aber auch das Miteinander in der Gruppe, das er als andauerndes, täglich zu pflegendes Projekt sieht. „Dass sie Lust haben, miteinander zu spielen und gegenseitigen Respekt zeigen.“

Erinnerungen wurden wach, als Martin Schmidt im Februar 2015 als damals neuer Trainer zusammen mit Bo Svensson sein erstes Spiel gegen Frankfurt mit 3:1 gewonnen hatte. Nachdem seine Mannschaft zwischenzeitlich mit 0:1 in Rückstand geraten war. Die Stimmung damals müsse man neu schüren können, und so sei es derzeit in der Kabine auch, selbst wenn jetzt die Zuschauer im Stadion fehlten. Eine Wiederholung ist also grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Immerhin hat die Eintracht in Mainz seit 1986 nicht mehr gewonnen.

„Die Kommunikation ging diese Woche sehr einfach über die Bühne“, sagte Svensson auf eine Frage, in welcher Sprache denn kommuniziert werde. Das kenne er auch aus Salzburg. „Jeder kommt von einem anderen Hintergrund.“ Martin Schmidt ergänzte, dass die Ansprache auf Deutsch sei, aber er immer auch etwas auf Französisch ergänzen könne, und Bo „perfekt Englisch“ spreche. Ob Svensson auch so emotional an der Seitenlinie sei wie Schmidt? Es gehe für ihn darum, der Mannschaft das zu geben, das Ding zu reißen. Inhaltlich wie mental, so der Trainer. „Ich begleite und unterstütze das, so gut ich überhaupt kann.“

Das Spiel der Eintracht gegen Leverkusen hat er sich genau angeschaut. „Das ist schon eine große Aufgabe, die da auf uns zukommt.“ Er habe jetzt aber nicht nur auf Frankfurt hin trainieren lassen, sondern auch allgemein. „Wir müssen für etwas stehen, diesen Kern, wie Mainz-05-Fußball aussehen soll, das werden wir jede Woche versuchen zu entwickeln. Das steht im Mittelpunkt.“ Der neue Trainer kann immerhin wieder auf das Engagement von Levin Ötztunali, Robin Zentnner und Paul Nebel setzen. Alle drei sind wieder fit.

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