Disziplinierte Leistung gegen Hertha mit einem Punkt belohnt

Mit einem Punkt fährt Mainz 05 aus Berlin wieder nach Hause – durchaus mit zwei Punkten zu wenig. Insgesamt zeigten die Rheinhessen ein sehr diszipliniertes und konzentriertes Spiel mit einer guten Defensivleistung, dank derer das Team erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer blieb. Nach vorne gab es immer wieder empfindliche Nadelstiche – doch fehlte letztlich die Konsequenz im Abschluss. Der Punkt ist in jedem Fall verdient.

Auftatmen am Schluss. Beide Teams waren wohl letztlich über einen Punkt zufrieden.

Gegen die Hertha formierte 05-Trainer Jan-Moritz Lichte seine Mannschaft noch einmal gehörig um – in der Defensive spielten Hack, Niakhaté und St. Juste, in der erweiterten Fünfer-Defensive Aaron links außen und Fernandes rechts außen. Ein neues Mittelfeld bildete sich in dieser Zusammensetzung mit sozusagen drei Sechsern – Stöger, Kunde und Barreiro. Das versprach Defensiv- wie Offensiv-Power. Vorne aber fehlte Mateta, er saß wie fast schon angekündigt nur auf der Bank. Für ihn spielten Onisiwo und Quaison. Im Vergleich zum Köln-Spiel fehlten außerdem Latza, Boëtius und Burkardt sowie Brosinski, saßen jedoch allesamt auf der Bank.

Beide Teams spielten sehr taktisch, aufmerksam, Räume zumachen, pressen, umschalten. Unsere Jungs gingen konzentriert zu Werke, teilweise mit guten Kombinationen im Angriff und sie verteidigten weit vorne, während Berlin bemüht war, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, was weitgehend gelang. Chancen gab es in den ersten 35 Minuten sehr wenige – einen Torschuss seitens der Berliner, der weit über Zentners Kasten ging. 5 Minuten später stolperten unsere Jungs in ihre bis dahin beste Chance. Barreiros nicht perfekt getroffener Ball ging ans Aluminium. Bis zur Pause sah das gut aus, was die Nullfünfer machten, vor allem defensiv arbeiteten sie sehr konzentriert, verteidigten aggressiver als zuletzt und stachen immer wieder nach vorne durch.

Unverändert ging es in den zweiten Durchgang. Und nur sieben Minuten darauf hatte Stöger die Riesenchance zum 1:0. Sein Ball wurde gerade noch zur Ecke geblockt. Diese wie auch die Freistöße trat diesmal Fernandes, und das nicht so schlecht. Berlin versuchte es nun mit mehr Kompaktheit und schnelleren Gegenstößen, wobei sich den Mainzern damit ebenfalls Möglichkeiten zum Umschalten boten. Stöger kam immer wieder in gute Schusspositionen, doch fehlte es oft an Genauigkeit und Geradlinigkeit. Und auch ein bisschen an Glück.

20 Minuten waren noch auf der Uhr, und die Hertha kam häufiger zu schnellen Gegenstößen. Noch blieb unser Team aufmerksam, hatte gerade noch einen Fuß dazwischen, aber die Konzentration schien etwas nachzulassen. Quaison und Onisiwo mussten dann für Mateta und Burkardt Platz machen, kurz zuvor durfte Latza für Stöger rein. Ein deutliches Signal für mehr Offensive.

Die Hertha hielt jedoch gut dagegen, schaltete immer wieder schnell um, lief sich jedoch meist vor dem Mainzer Tor fest. Mateta hatte zum Schluss den einzigen Treffer auf dem Schuh – doch wurde der Stürmer abgedrängt. So blieb es beim torlosen Remis. Mit einem Mainz 05, das sich defensiv deutlich verbessert hatte, vor allem bei der Zweikampfhärte. Dies jetzt bitte so konservieren!

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