Mainz hält Druck im Mittelfeld nicht stand

Der Rückschlag in der Partie unserer Mainzer gegen Bielefeld ist bitter – zumal das Spiel der Rotweißen zuletzt deutlich an Struktur gewonnen hatte. Gewiss – das war Pech mit dem abgefälschten Schuss beim 0:1, doch hätten sie diesen Treffer mit mehr Konsequenz in der Abwehrarbeit verhindern können. Der Gegner darf wie auch beim 0:2 nicht so ungestört zum Schuss kommen. Aarón ist anscheinend noch nicht wieder auf altem Niveau, seine Flanken im Angriff blieben zudem meist ungefährlich. Und Hack, Niakhaté sowie St. Juste hatten viel zu tun, weil das defensive Mittelfeld diesmal weniger Bälle abfangen konnte.

Und genau das sehe ich als Knackpunkt dieser Begegnung. Fernandes und Barreiro wurden im defensiven Mittelfeld massiv unter Druck gesetzt. „Wir wollten Mainz vor allem ordentlich beschäftigen“, sagte DSC-Trainer Uwe Neuhaus im Anschluss der Partie. Was gelang. Mit intensivem Gegenpressing, das der Armenia zahlreiche Ballgewinne bescherte.

Barreiro, zuletzt einer der Besten und läuferisch am stärksten, hatte von Anfang an besonders viele Zweikämpfe vor allem vor der letzten Reihe, wurde mehrfach gefoult und beim Spielaufbau gestört, kam dann später oft einen Tick zu spät, und seine Pässe gerieten nicht so präzise wie sonst. Auch Fernandes stand unter Stress, konnte diesmal nicht so viele Impulse geben. Zu viele Bälle kamen zentral durchs Mittelfeld hindurch. Die Arminia erzielte ihre beiden Treffer zudem fast aus der zweiten Reihe, schoss einfach durch die Mainzer Abwehr hindurch – da verteidigten unsere Jungs nicht gründlich genug.

Mit der Umstellung auf ein 4–4–2 im zweiten Durchgang und somit einer Verdichtung des Mittelfelds spielte die Mannschaft deutlich stabiler, gewann sie diese zweite Hälfte mit 1:0. Trainer Jan-Moritz Lichte hatte die richtigen Schlüsse gezogen und zudem seinem Topstürmer Mateta mit Onisiwo noch Unterstützung geschickt. Der Arminia gelang es dennoch, ihren Vorsprung zu halten. Obwohl sie kompakt verteidigte, brachte sie immer wieder teilweise gefährliche Entlastungsangriffe durch und profitierte davon, dass die Mainzer im Endeffekt ihre Chancen nicht nutzten. Vor allem zu Beginn des Spiels nicht (Foto auf Startseite – Mateta verpasste), ebenso in der Schlussszene.

Die Baustellen im Mainzer Team bleiben also, wobei die umformierte Abwehr sich auch erst mal aufeinander einstellen muss. Pech auch, dass Brosinski ganz kurzfristig ausfiel – er hatte schon auf dem Spielerbogen gestanden.

Nun kommt am Samstag der 1. FC Köln. Auch da geht es wieder gegen den Abstieg.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen