Auch gegen Bielefeld ist Leidenschaft gefordert

Nächster Gegner Bielefeld – witzige Anmerkungen beim Namen dieser Stadt verbieten sich angesichts der Situation unserer Nullfünfer von selbst. Beide sind im Abstiegskampf. Die einen haben vier, die anderen fünf Punkte. „Es wird ein Spiel, wo der Gegner alles reinschmeißen wird, was er hat“, sagt 05-Trainer Jan-Moritz Lichte. Im Schnitt fallen angeblich 1,3 Tore in einem Spiel zwischen beiden Teams, keines pflegt den Ballbesitz-Fußball, doch macht Lichte klar: „Es ist ja nicht so, dass wir uns dagegen wehren, den Ball zu haben. Wir verzichten ja nicht absichtlich auf den Ball. Wir haben das Ziel, sehr schnell zum gegnerischen Tor zu kommen. Dann hast Du erst mal nicht 17 Ballkontakte hinten am eigenen 16er. Dass wir den Ball haben wollen, sieht man über weite Strecken des Spiels.“

Klar ist, dass die Begegnung auf der Bielefelder Alm schon jetzt im Zeichen des Abstiegskampfs stehen wird. Die Ostwestfalen werden alles daran setzen, den Bock umzustoßen, denn ihre letzten sieben Spiele konnten sie nicht gewinnen. Einer wird nicht dabei sein, und das ist der zuletzt so überzeugende Levin Ötztunali. Seine Laufarbeit und vor allem Schnelligkeit wird fehlen. Im Spiel gegen Hoffenheim erlitt Ötztunali eine Muskelverletzung und wird bis voraussichtlich in den Januar pausieren müssen. Als Alternative denkt Lichte über Jonathan Burkardt nach, der gegen die TSG schon für den Verletzten kam. Aber auch Brosinski wäre eine Möglichkeit, dessen jetzige Position mal wieder Aarón einnehmen könnte. Der Trainer wollte die verschiedenen Optionen im Training erst noch einmal durchspielen, bevor er sich entscheidet.

Lichte fordert von seinem Team für dieses Spiel (Sa. 15.30 Uhr) dieselbe Leidenschaft und Fokussierung wie zuletzt. Konstanz ist angesagt. Engagement und Qualität seien im Training unverändert hoch. Dennoch habe er, so Lichte, mit dem Team gesprochen und hatte dabei schon die wiederholt nachlassende Intensität nach positiven Spielen im Sinn.

Sportvorstand Rouven Schröder sagte noch einiges zu Robin Quaison, weil die Frage kam, ob dieser nicht im Schatten von Mateta stehe. Das sieht Schröder nicht so. Der Schwede habe gerade hinsichtlich der Arbeit gegen den Ball große Fortschritte gemacht und sei wichtig für das Team. Quaisons Vertrag laufe aus und er habe den Blick auf die EM gerichtet, er habe alles in der Hand. Was nicht heiße, dass er abgelenkt sei. Vorerst, so Schröder, werde man aber nicht über einen neuen Vertrag reden – der Spieler habe gegenüber dem Verein indes ein klares Plus.

Letztlich kann auch das nur bedeuten, dass sich Quaison wie auch alle anderen Spieler schon ins Zeug legen müssen, um sich für den Verein oder einen anderen zu empfehlen. Was auch fürs Spiel gegen Bielefeld nur gut sein kann. „Man muss auch auf dem Platz sehen, dass wir Leidenschaft haben. Unabhängig wie ein Spiel ausgeht. Aber es ist wichtig für uns, dass wir gewinnen“, sagt der Coach. Aber danach gehe es weiter.

Startseite: Foto zeigt Uwe Neuhaus. Copyright: Getty images/Onefootball.com

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