Dreifacher Mateta lässt Mainz in Freiburg jubeln

Freiburg gegen Mainz – traditionell eine enge Kiste, doch gab es hüben wie drüben schon hohe Siege wie Niederlagen. Beide Teams kennen sich gut und viele Jahre war der SC eine Art Vorbild für 05. Inzwischen ist Bundesliga-Alltag eingekehrt, agierten die Breisgauer zuletzt aber deutlich erfolgreicher. Gegen Mainz wollte der Club endlich seinen ersten Heimsieg einfahren. Da wurde aber nichts draus.

Kaum auf dem Platz, machten unsere Jungs das 1:0. Barreiro mit Klasse-Pass auf Mateta, der einsam in der Spitze alleine auf Torwart Müller lossprintete – seines Zeichens ja auch Mainzer – und das Tor erzielte. Sieben Minuten später hätte gar das 2:0 fallen können, aber da passte der Franzose zu nachlässig auf Boëtius.

Freude beim Trainerteam nach dem 3:1 in Freiburg.

Da war gleich ordentlich Musik drin im Spiel unserer Mainzer bei den Freiburgern. Die ihrerseits antworten wollten und unsere Jungs ziemlich bedrängten. Vor allem bei Standards – aber da standen unsere Nullfünfer diesmal viel dichter beim Gegner. Wie sie auch die gefährlichen Freiburger Stürmer Höler und Petersen gut aus dem Spiel nahmen.

Trainer Jan-Moritz Lichte hatte sein Team wieder umgestellt – für den gesperrten Latza kam Fernandes ins defensive Mittelfeld neben Barreiro, in der Abwehr spielte gar Hack anstelle von Kilian zusammen mit St. Juste und Niakhaté, wobei Ötztunali und Brosinski – mal ne neue Variante – beide als Außenverteidiger in einer Art Fünferkette Dampf machten. Im offensiven Mittelfeld wirbelten Quaison, Boëtius und Mateta.

Unsere Mainzer gingen früh und aggressiv drauf auf den Gegner, vor allem das defensive Mittelfeld ist hier lobend hervorzuheben, und sie lauerten auf Umschaltchancen, verteidigten hinten kollektiv, und je länger sie das so machten, um so stabiler wirkten sie. Nach vorne entwickelten sie immer ordentlich Drang, wenn auch manchmal etwas die Präzision fehlte. Wie bei Quaisons Schuss in der 34. Minute. Den Abpraller aber staubte Mateta cool ab – 2:0. Sechs Minuten später wieder Mateta nach feinem Zuspiel von Boëtius – 3:0. Wie bitte – drei Mainzer Tore? Was war denn hier los? Bis zur Pause jedenfalls war des Trainers Taktik gut aufgegangen.

SC-Trainer Christian Streich nahm nach der Pause Tempelmann vom Platz und brachte mit Höfler einen bissigeren Akteur fürs defensive Mittelfeld. Freiburg versuchte es mit geduldigem Anrennen und Bespielen der Mainzer Hälfte, doch kamen auch die Gäste immer wieder zu Gegenstößen und Chancen, so traf Mateta in der 60. Minute nur den Pfosten. Das Spiel war aber noch lange nicht vorbei – und Freiburg bekam seine Chance: Auch Robin Zentner musste in der 63. Minute einen Torschuss abprallen lassen – und diesmal war es der Freiburger Petersen, der abstaubte. Nur noch 1:3. Freiburg war jetzt immer wieder am Drücker, drängte, schnürte uns ein. Jetzt nur nicht wieder nachlassen! Wenn hier der zweite Freiburger Treffer fällt, wird es noch einmal eng. Schon wieder eng.

Lichte wechselte, brachte Kunde und Onisiwo, nahm Quaison und Fernandes raus. Der Schwung des ersten Durchgangs war vorbei, die Mainzer kamen nun häufig einen Schritt zu spät, wirkten etwas müde. Auch hatten die Pressing-Aktionen deutlich nachgelassen – die Jungs waren schließlich viel gelaufen. Lichte wechselte ein weiteres Mal, Ji kam für Mateta.

Vier Minuten Nachspielzeit zeigte der Schiedsrichter an. Vier Minuten? Wie war das denn zu schaffen? Lichte wechselte noch mal, Burkardt für den laufstarken Barreiro (beste Laufleistung). Der Eingewechselte hatte erst für die U21 ein Tor erzielt. Glück dann, dass der Schiedsrichter einen Treffer für Freiburg nicht gab – Zentner hatte seine Finger schon am Ball gehabt.

Es reichte. Dank eines dreifachen Mateta gewinnen wir im Breisgau 3:1 und verlassen den letzten Tabellenplatz.

Gut gemacht, Jungs!

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