Lichtblicke beim 2:2 gegen Schalke

Gibt es Lichtblicke nach diesem Remis gegen Schalke, Hoffnungsschimmer für die weiteren Spiele in der Bundesliga? Na klar. Betrachten wir uns nur die Situationen, die zu Gegentreffern führten. Dem Freistoß der Schalker, der das 1:1 markierte, ging ein Foul von Latza voraus – das völlig unnötig war gerade so knapp vor dem Strafraum, zumal der Spieler überhaupt keinen Nutzen von dem Foul hatte. Etwas übermotiviert schien mir das.

Beim zweiten Ausgleich der Gäste hatten unsere Jungs einfach Pech – Zentner wehrte den Ball ab, der sprang zurück an St. Justes Knie und von dort ins Tor. Wie will man so etwas verhindern?

Bei den eigenen Toren hatten wir mit den Elfmetern schon ein wenig Glück, die pfeift nicht jeder Schiedsrichter. Aber schauen wir uns die Fülle an Torchancen an, die unsere Stürmer hatten. Und da sieht es kläglich aus, was die Verwertung betrifft. Burkardt, Mateta, Boëtius, Fernandes, Quaison – sie alle scheiterten, hatten aber beste Möglichkeiten. Hätten unsere Jungs nur eine dieser Chancen konsequent genutzt, so würden wir heute nicht über zwei verlorene Punkte lamentieren.

St. Juste kann einem bei seinem Pech wirklich Leid tun, denn gerade er machte eine ziemlich gute Partie. Und stellte den Geschwindigkeitsrekord im Stadion auf. Seine Schnelligkeit prädestiniert ihn gerade für schnelle Läufe an der Außenlinie mit Flanken für die Stürmer. Das kommt noch nicht oft genug. Er braucht dann auch Entlastung, Absicherung im Rückraum. Bei Niakhaté ist das ganz ähnlich – er wäre hervorragend geeignet für schnelle Umschaltläufe. Aber auch dann muss noch jemand bleiben, der seine Position besetzt. Dennoch: Warum nicht häufiger nutzen?

Schließlich helfen ja auch die Stürmer inzwischen deutlich häufiger und konsequenter hinten mit aus. Das war schon wesentlich besser als bislang. Wie auch das Pressing im Mittelfeld. Phasenweise hat das Team jedoch dem Gegner zu oft das Mittelfeld überlassen und ihm zu selten die Bälle entrissen. Das hätte aus meiner Sicht noch konsequenter geschehen können.

Trotzdem – es gibt Lichtblicke – und natürlich die Erwartung, dass so viel Pech in der Abwehr nicht zum Dauerzustand werden kann. Vorne müssen sie ihre Torchancen besser nutzen, da hat vor allem Matata beste Möglichkeiten versemmelt. Unsere Stürmer müssen eiskalter sein. Aber genau das ist in dieser Phase, wenn man derart fatal am Tabellenende steht, nicht so einfach machbar. Vielleicht deshalb mal einen Blick werfen auf vorangegangene Saisons – was da alles doch noch erreicht worden ist.

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