Mainz 05 muss gegen Augsburg endlich mal wieder punkten

Es wird höchste Zeit, gegen den FC Augsburg mal zu gewinnen. Die letzten Begegnungen verliefen für uns immer sehr enttäuschend, immer war irgendwas – rote Karten, dummer Elfmeter –, so dass wir am Ende das Nachsehen hatten. Endlich mal gegen den FCA gewinnen – was keine leichte Sache ist, denn so gut wie derzeit kamen mir die Schwaben selten vor. Ausgerechnet gegen sie die ersten Punkte einzufahren, wäre doppelt wichtig: Endlich mal wieder gewinnen und endlich mal gegen den FCA. Haben wir da eine echte Chance?

Die knapp verlorene Partie gegen Gladbach steht vielleicht in einem anderen Licht, wenn man sich das Champions-League-Spiel der Borussia anschaut. Das war nun mal nicht so schlecht, was die Nullfünger abgeliefert hatten. In Augsburg muss unser Team genauso mutig auftreten, die Umschaltmomente der Gastgeber abklemmen und unterbinden, selbst früh umschalten, Bälle fressen und vor allem auf die Standards aufpassen, denn der FCA hat großgewachsene, kopfballstarke Spieler. Diese Schwäche ist Trainer Jan-Moritz Lichte zuletzt im Training intensiver angegangen. Bei Standards des Gegners besser stehen, aufmerksamer aufpassen, sich nicht wegblocken lassen wie gegen Gladbach und vor allem die eigenen Standards endlich mal besser ausführen, gefährlicher werden.

Lichte kennt die Werte der gegnerischen Mannschaft, dass sie die höchste Laufdistanz aller Vereine hat und bei den Sprints ganz vorne steht. Da dürfen unsere Jungs sich in der Defensive nicht wieder zu weit entblößen, brauchen immer eine Absicherung. Wer Augsburg gegen Leverkusen gesehen hat, weiß, wie nahe dran die Schwaben waren. J-P Mateta hat zwar schon mal einen Sieg gegen Augsburg angekündigt, aber dieses Spiel kann genauso ausgehen wie die letzten – nämlich mit null Punkten. Darüber aber will sich der Trainer keine Gedanken machen. „Alle hauen sich gut rein. Sie wissen, dass sie so weitermachen müssen und dann auch mal belohnt werden.“ Und alle sind einsatzbereit, alle fit. Gut möglich ist es daher, dass der Trainer auch mal Kevin Stöger bringen wird, er habe zuletzt schon kurz vor seinem ersten Einsatz gestanden.

Auf seinen besten Stürmer J-P Mateta will Lichte schon mal setzen, den Spieler jedoch auch in die Defensivarbeit eingebunden wissen. Letztlich wolle er aber auch die Quaisons, Ötztunalis und Burkardts auf ihre Stürmerrolle verpflichten, dass insgesamt mehr Spieler in torgefährlichere Positionen kommen. „Die Mannschaft hat die Vorgaben des Trainers verstanden, sie ist auf einem guten Weg“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder in der Pressekonferenz zum Spiel. Jetzt gelte es, dies in Punkte umzusetzen. Ich hoffe sehr, dass dies gelingt.

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