05er schreiben an ihre Fans – Gegen Gladbach einiges besser machen

Vor dem schweren Spiel unserer Mainzer gegen Borussia Mönchengladbach hat sich die 05-Mannschaft in einem sog. offenen Brief an ihre Fans gewendet – erstmals werden auch die Gründe für den Streik genannt. Bei dem es letztlich doch ums Thema Gehaltsverzicht ging. „Die Kommunikation zum Thema Gehaltsverzicht“ sei „unzureichend“ gewesen. Die „schwelende Unzufriedenheit“ im Team sei dann durch die Freistellung Ádám Szalais eskaliert. Inzwischen sei jedoch alles geklärt, heißt es seitens der Mannschaft. Auch die Antwort der Vereins-Verantwortlichen ist insgesamt recht versöhnlich formuliert (Klick): „Für uns als Vereinsführung ist der Vorgang damit abgeschlossen.“ Aber es dürfe keine weitere Arbeitsniederlegung geben.

Ob das nicht doch Spuren hinterlässt? „Uns ist durchaus bewusst, dass wir zu einem drastischen Mittel gegriffen haben. Für uns war es jedoch zu diesem Zeitpunkt der einzig mögliche Schritt, um Veränderungen anzustoßen und die Wichtigkeit zu untermauern“, heißt es in dem Brief der Mannschaft (Klick). Und auch da klingt es versöhnlich, wenn es heißt: „Wir identifizieren uns zu 100 Prozent mit dem Verein und stehen zu seinen Werten. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und werden versuchen, mit Leistung auf dem Platz die Schlagzeilen der vergangenen Wochen vergessen zu machen.“ Für die ausgefallene Trainingseinheit wolle man einen Geldbetrag für wohltätige Zwecke spenden.

Wie auch immer: Die Wahrheit liegt letztlich auf dem Platz. Dort muss das Team seine Antwort geben. Deshalb schauen wir lieber mal aufs Sportliche: Wie wird Mainz 05 an diesem Samstag – inzwischen vor leerem Stadion – gegen den Favoriten Borussia Mönchengladbach antreten? Wie will man wegkommen vom Tabellenende? Und warum trifft J-P Mateta nicht mehr? Fragen über Fragen vor dieser samstäglichen Begegnung (15.30 Uhr), die Trainer Jan-Moritz Lichte und Sportvorstand Rouven Schröder in der jüngsten Pressekonferenz zu beantworten hatten. Lichte ging noch einmal das letzte Spiel gegen Leverkusen durch. Es sei klar gewesen, dass Leverkusen defensiv sehr gut organisiert sei. Das Team habe es dennoch geschafft, in gute Situationen zu kommen – ohne diese freilich zu nutzen. Das wolle man gegen die Borussia nun besser machen.

Ein Schlüssel dazu könnte J-P Mateta sein, der vor seiner letzten Verletzung deutlich häufiger getroffen hatte. Damals spielte das Team jedoch in einer anderen Grundordnung, bei der Mateta alleinige Spitze war. Das alleine sei es jedoch nicht, sagte der Trainer. Mateta trainiere hart und oft, ihm fehle seit seiner Verletzung jedoch auch eine gewisse Leichtigkeit. Wohl auch, weil er nicht mehr so oft trifft. Der junge Franzose muss sich langsam wieder dorthin kämpfen, man braucht wahrscheinlich auch viel Geduld.

Alle Spieler sind derzeit gesund, Gottlob. Wer aber spielt, blieb zwar offen, doch ließ Lichte durchblicken, dass Neuzugang Luca Kilian zuletzt einen guten Job in der Innenverteidigung gemacht hatte. Anzunehmen, dass er erneut spielen wird. Für mich hatte außerdem St. Juste auf der rechten Verteidigerposition überzeugt. Aber mal sehen, vielleicht spielt das Team ja mal wieder im 4–2–3–1. Dann stünde Mateta alleine auf alter, erfolgreicher Position. Gegen die schnell umschaltenden Gladbacher wäre eine Verdichtung des Mittelfelds mit zwei vorgezogenen Zehnern vermutlich auch eine wirksame Variante.

Jetzt genug der Worte. Auf geht’s zu den ersten Punkten!

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen