Gegen Kruse, Karius und Co: Dreierkette ist immer eine Option

Der Weggang Ridle Bakus stand zunächst im Vordergrund der Pressekonferenz zum Spiel unserer Mainzer an diesem Freitag (20.30 Uhr) bei Union Berlin. Das Gesamtpaket stimme, und letztlich war es der Spieler selbst, der wegwollte. Das gilt wohl auch für andere Spieler, da zeichnet sich einiges ab. „Die nächsten Tage werden noch richtig spannend“, meinte Sportvorstand Rouven Schröder vielsagend. Was genau passieren werde, konnte und wollte Schröder nicht sagen, machte jeden Transfer aber auch von der Meinung und Einschätzung des neuen Trainers abhängig. Einzig zu Mateta meinte er: „Ich gehe davon aus, dass er den Verein nicht verlässt.“

Wer wird Baku ersetzen? „Dieser Verein ist wichtiger als einzelne Spieler“, schickte Trainer Jan-Moritz Lichte seiner Antwort voraus. „Es gibt wichtigere Dinge als einzelne Spieler oder alle auf Teufel komm raus zu halten und dabei den Verein zu gefährden“, sagte Lichte und verwies dabei auf die schwierige Situation durch Corona. Der Transfer habe letztlich geholfen, dass es so weitergehen könne. Ansonsten verwies der Trainer auf Phillipp Mwene, der Baku 1:1 ersetzen könne. Außerdem könnte noch Daniel Brosinski auf der Position spielen; Niakhaté ist fürs Unionspiel gesperrt. Es gebe aber auch andere Optionen, da müsse man zum Spiel vielleicht mehr umstellen. Mwene habe die Nase vorne, aber Aaron könne sicher auf seinem gewohnten Niveau wieder spielen, er trainiere entsprechend.

Was bedeutet umstellen? „Mein Lieblingssystem würde ich jetzt hier nicht ausbreiten wollen, denn Union würde sicher jeden Schnipsel an Information gerne mitnehmen“, sagte Lichte, wohlwissend, dass man ihn als neuen Trainer noch nicht einschätzen könne. Eine Dreierkette sei aber immer eine Option, sagte der Coach. Und da man auf Moussa Niakhaté verzichten müsse, packe man vielleicht einen weiteren Innenverteidiger dazu. Vielleicht ist das die Chance für Neuzugang Luca Kilian oder gar Dimitri Lavalée. „Beide machen einen guten Job“, sagte Lichte, „sie sind sehr ehrgeizig, beides Spielertypen, mit denen ich gerne zusammenarbeite“.

Könne es passieren, dass zum Spiel an diesem Freitag ein weitere Spieler den Verein wechsle und nicht dabei sei, das Geschäft werde ja immer schnelllebiger. Schröder meinte, das Wochenende werde heiß, aber es gehe ihm darum, in Berlin ein gutes Spiel zu machen – also wird das am Freitag eher nicht passieren.

Wie reagiert die Mannschaft auf den Trainerwechsel? Die Spieler hätten seiner Ansicht nach keine Probleme damit, meinte der Trainer, aber auch, dass man das besser die Spieler selbst fragen sollte. Für ihn sei seine erste Ansprache vor der Mannschaft am wichtigsten gewesen, zu sagen, was er von der Mannschaft erwarte und was sie von ihm erwarten könne. Außerdem habe er ein paar taktische Vorgaben gemacht. Das stehe für das Spiel jetzt an, alles, aus dem ein Vorteil gegen Union erwachsen könne.“ Mit Leidenschaft und Hingabe alles raushauen“, fordert der Trainer von der Mannschaft, der außerdem weiß, wie die Stimmung An der alten Försterei sein kann. Und dass der Gegner vor allem bei Standards sehr stark ist. Deshalb hoffe er, dass sein Team in der kurzen Zeit bis zum Spiel möglichst viel aufnehmen könne. Dann mal los, gegen Kruse, Karius und Co.

Niakhaté ist also gesperrt – wer fährt sonst nicht mit? Ji ist noch nicht wieder fit, dann zwei der drei Covid-19-Fälle, auch zu ihnen sagte Lichte etwas, sogar namentlich: Pierre Kunde sei relativ weit, bei Stefan Bell und Edimilson Fernandes dauere es aber noch.

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