5:1 – Mainz 05 kriegt doch noch die Kurve

Mateta trifft wieder.

Erste Runde im DFB-Pokal, Viertligist TSV Havelse gegen 05, wobei das Heimrecht nach Mainz verlegt wurde. Wie immer mit Luftanhalten, weil sich unsere 05er im Pokal auch gerne mal blamieren. Und es waren nicht mal 18 Minuten gespielt, da sah es schon genau danach aus.

05-Trainer Achim Beierlorzer hatte ein paar Überraschungen in die Mannschaft eingebaut, so spielte Issah Abass von Anfang an mit, der Youngster, der in der letzten Saison noch nach Holland ausgeliehen worden war. Ebenfalls als Stürmer aufgeboten: Johnny Burkardt, frischgebackener U 21-Nationalspieler. Ganz munter ging es auf beiden Seiten zu Beginn rauf und runter, und jedes Team hatte seine Chancen, die klarsten der Favorit. Da war zunächst zu sehen, dass die Abläufe im Team noch nicht so perfekt sitzen, zudem waren beide Mannschaften sichtlich etwas nervös.

Vielleicht war sich unser Team zu sicher, hier der Favorit zu sein, und entblößte deshalb gerne mal die Abwehr, so wie in der 18. Minute. Da kam dann der Ball zum Gegner, und der völlig freistehende Noah Plume nutzte seine Chance eiskalt und ohne Mühe. 0:1. Keine Chance für die neue Nummer eins im Tor, Robin Zentner. Wieder mal roch es nach Pokal-Blamage.

Erst recht, als der TSV nur 1 Minute später einen Schuss nach dem anderen aufs Mainzer Tor abfeuerte und der Favorit vor allem Glück hatte, dass es hier nicht gleich 0:2 stand. Jetzt ging bei unseren Mainzern erst recht nichts mehr, vor allem nach vorne. Kaum ein Schuss, der ankam, kaum ein Pass. Viel Schlamperei, und es schien am Spielverständnis zwischen den Akteuren sowie an Galligkeit zu mangeln. Unser Sturm-As Mateta hing irgendwie komplett in der Luft. Und Boëtius als Spielmacher im Mittelfeld schien oft ratlos.

Nun gut, ruhig Blut, es waren ja noch 70 Minuten zu spielen. Doch war jetzt vor allem Mentalität gefragt – und mehr Gift, noch mehr Engagement – das hätte man sich vom FSV gewünscht. Burkardt und Abbas rieben sich einigermaßen auf, Baku mit Abstrichen. Die Jüngeren, die waren ganz gut dabei. Der Rest schien noch nicht ganz im Tagesgeschäft zu stecken. Das frühe Anlaufen des TSV und dessen Verrammeln des eigenen Strafraums – dagegen hatte der FSV kein Konzept. Kommentar des Sky-Moderators: Kommissar Zufall ermittelt bei Mainz 05. Mit einem Eckenverhältnis von 10:2, aber einem Torverhältnis von 0:1 gingen unsere Nullfünfer in die Pause.

Drei Minuten nach Wiederanpfiff musste sich Robin Zentner im Mainzer Tor erst mal sehr lang machen, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Gleich darauf reagierte er erneut sehr stark. Der Havelser Keeper Quindt kurz danach nicht minder. Es wurde jetzt ein echter Schlagabtausch. Trainer Beierlorzer hatte nicht gewechselt, wollte vielleicht eine Art Wiedergutmachung für den ersten Durchgang. Zumindest Mateta mischte nun besser mit. Und siehe da: Er schaffte den Ausgleich in der 58. Minute nach feinem Zuspiel von Boëtius. Aufatmen bei den paar Hundert Mainzer Fans im Stadion. Und der Brustlöser für die Mannschaft.

Beierlorzer brachte Szalai für Issah und den jungen Kreativspieler Paul Nebel für Ötztunali. Jetzt konnte es interessant werden. Und in der Tat drehte unsere Truppe jetzt stärker auf. Da fiel endlich auch das 2:1. Brosinski trat einen Freistoß und Szalai vollendete mit dem Kopf. Nur eine Minute später dann wieder Mateta – dessen harter Schuss der hervorragende Gästetorwart nicht kontrollieren konnte. 3:1. Vier Minuten vor Ende der offiziellen Spielzeit erhöhte dann der eingewechselte Robin Quaison per Kopf zum 4:1. Den allerletzten Treffer steuerte noch einmal Mateta bei nach schöner Vorarbeit von Paul Nebel. So lassen wir uns das gefallen.

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