Doppelte Strafe für Mateta

Jean Philippe Mateta. Foto: Friedemann Vogel/Pool via Getty Images)

Nicht so sehr das 6:0 im 120-Minuten-Testspiel gegen den Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers kam in die Schlagzeieln als vielmehr die Disziplinarstrafe für unseren Stürmer Jean-Philippe Mateta. Weil er Termine nicht eingehalten hatte. So durfte er am Testspiel nicht teilnehmen und muss obendrein eine Geldstrafe zahlen. Der Franzose würde den Verein gerne verlassen, das hat er mehrfach kundgetan. Und das könnte der Hintergrund für dieses Verhalten sein.

Trainer Achim Beierlorzer ließ offiziell verlauten, dass er ein solches Verhalten nicht dulde. „Wir brauchen eine hohe Disziplin und Ernsthaftigkeit in unserer Mannschaft“, wird er auf www.mainz05.de zitiert. Nach der vergangenen Saison mit hohen Niederlagen und Undiszipliniertheiten will der Verein offenbar schnell reagieren und sofort klar machen, wann eine Grenze überschritten ist. So musste Mateta einige Runden drehen, während seine Kumpel nebenan im Bruchwegstadion gegen die Würzburger Kickers spielten. Und sie legten einen tollen Auftritt hin, bei dem vor allem die Nachwuchsspieler positiv auffielen.

Allen voran der erst 17 Jahre junge Paul Nebel, der mir in der vorigen Saison schon aufgefallen war – ein agiler, schneller, dribbelstarker Spieler mit guter Übersicht, intelligentem Spiel und Zug nach vorne, der diesmal leider nur Aluminium traf. Besser machten es weitere Nachwuchsspieler, so Marlon Mustapha, der sich selbst mit einem Tor belohnte, wie auch Barreiro und Burkardt. Was jedoch besonders auffiel, das war das insgesamt recht kompakte Spiel der Nullfünfer, die sich nicht bei jedem Umschalten nach vorne auch gleich hinten wieder entblößten. Da spielte vermutlich auch der Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung mit, denn neben den Neuzugängen Lavalée und Kilian, sind ja auch noch Niakhaté (fehlte verletzt), St. Juste, Alexander Hack und Stefan Bell am Platz.

Klug spielten sie aus dem Mittelfeld nach vorne, immer wieder Latza und vor allem Boëtius mit sehenswerten Spieleröffnungen und Pässen. Das sah alles nach großer Lust am Fußballspielen aus.
Hier einfach noch mal in voller Länge anschauen:

Tore: 1:0 u. 4:0 Szalai (20., 50.), 2:0 Quaison (22.), 3:0 Burkardt (35.), 5:0 Mustapha (94.), 6:0 Barreiro (111.)

Mainz 05: Müller (40. Zentner, 80. Dahmen) – Mwene (40. Baku, 80. Papela), St. Juste (40. Kilian, 80. Hack), Lavalée (60. Bell), Aarón (60. Brosinski) – Latza (60. Barreiro), Fernandes (60. Kunde), Boëtius (40. Ji, 80. Ji), Quaison (40. Abass, 80. Nebel), Burkardt (60. Öztunali) – Szalai (60. Mustapha)

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