Trotz 0:1 ein versöhnliches Ende – Mainz 05 auf Platz 13

Kevin Volland erzielt den einzigen Treffer zum Sieg seiner Mannschaft.

Dieses letzte Bundesligaspiel in einer Saison, die an Dramatik kaum noch zu überbieten war, begann eben so dramatisch – mit einem frühen Rückstand für unsere Mainzer nach knapp mehr als einer Minute Spielzeit. Bayers Kevin Volland, der schon in der Hinrunde getroffen hatte zum einzigen Tor, profitierte letztlich von einem eher leichtsinnigen Ballverlust Aarons, nutzte dies zur Führung. Jetzt galt es, zu erleben, wie und ob unsere Mainzer mental und physisch noch in der Lage waren, dagegenzuhalten.

Vier Minuten später nur hätte Leverkusen leicht auf 2:0 erhöhen können, da verhinderte eben jener Aaron auf der Linie gerade noch Schlimmeres. Dann mal ein Weitschuss von Kapitän Danny Latza, der aber übers Tor strich. Unsere Jungs schienen aufmerksam, doch nicht so gierig und aggressiv wie zuletzt. Dennoch musste diese Einstellung nicht ungünstig sein.

Trainer Achim Beierlorzer hatte seine Elf noch einmal etwas umgestellt. Müller wieder im Tor, Aaron für Brosinski, Niakhaté, St. Juste und Baku in der Defensive, Latza und Kunde im defensiven Mittelfeld, davor Onisiwo, Quaison und Burkardt, ganz vorne Mateta. Und, siehe da, Stefan Bell auf der Bank, offenbar im Abschiedsmodus, denn sein Vertrag wird wohl nicht verlängert.

Aber zurück zum Spiel. Dann mal Burkardt in der 19. Minute, tänzelte schön durch die Reihen der Leverkusener Defensive, doch wurde sein Torschuss vom Keeper abgefangen. Bayer schob immer wieder gut nach, verengte die Räume so, wie unser Team das zuletzt gegen Dortmund und auch Bremen gemacht hatte. Da hatten unsere Jungs immer mal Mühe, sich zu befreien. Und wenn sie mal angriffen, verloren sie den Ball, spielten den Pass zu schlecht oder verhedderten sich in der, wie es oft heißt, vielbeinigen gegnerischen Abwehr. Gefährlich wurde es immer dann, wenn unsere Jungs im Eifer eines Angriffs zu weit aufrückten, Bayer die vorderste Mainzer Reihe so leicht umspielen konnte und sich unser Team so etliche Konter einfing. Da hatte Bayer immer wieder Möglichkeiten.

Trotzdem bekamen auch unsere Mainzer ihre Chancen – Bakus Direktabnahme kurz vor dem Seitenwechsel ging leider daneben. Dann kam Brosinski für den heute schwachen Aaron, bei Bayer spielte Weiser für Bender, und Aranguiz für Demirbay. Doch hätte es beinahe wieder früh im Mainzer Tor geklingelt – in den Anfangsphasen sind unsere Jungs oft noch nicht richtig wach. Und auch ganz vorne – da wartete Onisiwo nach schönem Konter zu lange mit dem Abspiel auf Mateta, der dann bei der Ballannahme im Abseits stand. Deshalb zählte sein Tor nicht.

Bei unseren Jungs gefiel heute wieder der junge Jonny Burkardt, der sich oft gut durchsetzte, vorne wie hinten. Dann die 66. Minute: Gerangel im Mainzer Strafraum, der Ball kullert irgendwie in Müllers Tor. Die Mainzer reklamieren und der Schiedsrichter überprüft die Szene – nimmt das Tor dann zurück. Bemerkenswert. Also, weiterhin die Chance zum Ausgleich. Beierlorzer nutzte die Zeit danach für Wechsel, Ji kam für Mateta, Ötztunali für Quaison und dann Hack für den offenbar angeschlagenen St. Juste.

Derweil ging im Rest der Liga die Post ab – jede Menge Tore, Drama für Düsseldorf, Bremen in die Relegation, BVB mit hohem Rückstand, Freiburg mit vielen Toren gegen Schalke.

Fernandes war gerade in der 85. Minute für den verausgabten Burkardt gekommen, da klatschte er den Ball mal eben an die Latte. Ji kurz darauf ebenfalls, aber er stand im Abseits. Trotzdem: Ging da noch was?

Leider nein. Im Hinspiel ein sehr spätes, im Rückspiel ein sehr frühes Tor gefangen. Unser letztes Spiel ging leider verloren. Platz 13 in der Endabrechnung – das gibt nicht annähernd die Dramatik wieder, die wir als Mainzer in dieser Saison erlebt haben. Auf und ab, hohe Niederlagen, Trainerwechsel, und dann diese tolle Aufholjagd. Platz 13. Bravo, Mainz 05!

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