05 bei 04: Rupft das Unkraut mit Stumpf und Sti(e)l

Letztes Spiel in dieser Corona-Saison: Unsere Nullfünfer müssen zu Bayer 04 Leverkusen, dem Verein, der in der Hinrunde sehr glücklich drei Punkte aus der Mainzer Arena entführte. Und der Verein, dessen Sponsor sich seiner Probleme in Sachen Glyphosat, dem berühmt-berüchtigten Mittel gegen „Unkraut“, per milliardenschwerem Vergleich entledigen möchte. Aber das nur sinnbildlich – raus mit dem Unkraut, rein mit dem Ball ins Bayer-Tor.

„Wir sind froh, dass wir unser Ziel Klassenerhalt einen Spieltag vor Ende erreicht haben“, sagte Trainer Achim Beierlorzer in der Pressekonferenz vor der Begegnung. „Dieses Spiel ist für uns richtig wichtig. Wir nehmen es zu 100 Prozent ernst“, machte er klar. Sein Team werde in diese Begegnung so ernsthaft hineingehen wie zuletzt. Das Match bei Bayer sei weder als Gaudi- noch als Abschiedsspiel einzustufen. Immerhin geht es auch je nach Ergebnis für Bremen und für Augsburg um eins bis drei Millionen Euro an TV-Geldern für unseren Verein. Kein Pappenstiel für Mainz.

Kommen wieder frischere Kräfte, einige der Jüngeren, zum Einsatz? Altgediente wie Stefan Bell, dessen Vertrag ja wie der von Brosinski ausläuft? Sportvorstand Rouven Schröder hob Stefan Bell zwar hervor, er sei auf jeden Fall für dieses nächste Spiel qualifiziert, will aber diese Begegnung noch abwarten für eine endgültige Bewertung und Entscheidung. Dafür sei es jetzt noch zu früh. Und auch Kunde Malongs in einem spanischen Magazin geäußerten Abwanderungsgedanken zu Atlético Madrid wollte Schröder nicht so ernst nehmen, zumal keinerlei Angebote vorlägen. Na, dann muss ja garantiert nichts dran sein… „Pierre ist ein toller Spieler, aber er hat noch einiges zu lernen, er kann noch besser werden“, sagte Schröder, der mit dem Spieler gesprochen hat.

Wer spielt gegen Leverkusen? Taiwo Avoniyi vermutlich nicht, weil er noch angeschlagen ist, und auch Gabriel nicht – warum? „Baku und Mwene, das sind die beiden Gründe“, sagte Beierlorzer knapp dazu. Wenigstens Ridle Baku müssten die Ohren geklingelt haben, so waren Trainer und Sportvorstand voll des Lobs über den Mainzer Spieler, ein „Meenzer Bub“, wie Schröder sagte. Es sei aber schon noch Luft nach oben hieß es auf einen etwas forschen Bericht, ob bald Nationaltrainer Löw anrufen wird. „Die Entwicklung ist bei weitem nicht abgeschlossen, aber Ridle ist ein ganz offener Spieler, der alles annimmt und sich weiterentwickeln will.“

„Voller Freude in dieses Spiel gegen Bayer gehen mit der besten Elf“, sagte der Trainer, der nicht eine Frage zum Gegner beantworten musste. Dem ist erst mal nichts hinzuzufügen außer: Rupft das Unkraut stilvoll aus bei den Pillen, mit Stumpf und Stiel, dann brauchen wir auch kein Glyphosat!

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