Gegen Bremen will Mainz seinen Matchball verwandeln

Was solch ein einzelner, aber wichtiger Sieg wie der gegen Dortmund plötzlich verändern kann. Und nun kommt an diesem Samstag Bremen (alle Spiele ab 15.30 Uhr). Nun geht es darum, den Sack zuzumachen. Das will aber auch der Gegner aus dem Norden, der im Mainzer Stadion schon häufiger erfolgreich war. Klar ist aber: Wenn unsere Nullfünfer diesen „Matchball“ (Rouven Schröder) verwandeln, dann bleiben sie Erstligist. Dann kann der Verein auch die nächste Saison planen, was in dieser Coronazeit ohnehin nicht einfach wird.

Es sollte am Samstag so laufen wie zuletzt: So laufstark, wie sich das Team in Dortmund präsentiert hat, neun Kilometer mehr als der Gegner gelaufen ist, so kollektiv verteidigend auf allen Positionen, dass jeder auch für den anderen mitläuft und konzentriert zur Sache geht. Eigentlich verrückt – könnten die Jungs immer so spielen, würden wir über internationale Plätze sprechen. Und wenn wir wüssten, woran es liegt, dass sie nicht immer so spielen, wären wir alle glücklicher.

„Einen kühlen Kopf bewahren“, forderte Trainer Achim Beierlorzer für die Begegnung. Vor allem bei Fouls und Nickligkeiten. „Alles geben, damit wir diese drei Punkte bei uns behalten.“ Der Trainer weiß sehr wohl, dass er nicht direkt an dieses 5:0 aus der Hinrunde anknüpfen kann, dass Werder wesentlich fokussierter zur Sache gehen wird. „Wir werden keine Bilder aus diesem Spiel zeigen“, sagte der Trainer. „Es geht jetzt um dieses eine Spiel, um dieses Riesenziel. Jetzt heißt es zupacken.“ Jedes Erinnern an diesen hohen Sieg könnte ja eine falsche Sicherheit vermitteln.

Wie fit ist die Mannschaft nach diesem aufreibenden Spiel in Dortmund? Fit genug, meinte der Coach, der sich wie immer vor dem nächsten Spiel nicht in die Karten schauen lassen wollte. Dass er doch auch sehr taktisch vorgeht, haben vor allem die Spiele gegen Frankfurt und Dortmund gezeigt. Beierlorzer wird wissen, dass sein Team jetzt aufpassen muss, weil es in dieser Coronazeit zu Hause noch kein Spiel gewonnen hat. Vielleicht muss er sein Team auf eine Art Auswärtsspiel im eigenen Stadion einstellen…

Wird Burkardt wieder spielen? Klar, dass sich der Trainer wieder nicht in die Karten schauen lassen wollte, aber Sportvorstand Rouven Schröder nutzte die Gelegenheit, noch mal auf die Fülle der 05-Nachwuchsspieler im Verein hinzuweisen, weil die Frage kam, ob diese jungen Kräfte stärker jetzt in den Focus rücken als einige der „Legionäre“. Ein Wort, das dem Sportvorstand gar nicht gefiel, „gehört nicht in meinen Wortschatz“. Wird Quaison wieder spielen? Durchaus möglich, der Schwede dürfte, weil nicht im Aufgebot gegen Dortmund, ein Kandidat für die Startelf sein. Sowohl Trainer als auch Sportvorstand hoben ihren Kapitän Danny Latza noch einmal vor, wie er zuletzt die Mannschaft mitnahm und sich auch im Spiel aufrieb, die wichtige Aktion vor dem 2:0 in Dortmund beisteuerte, weil er noch einmal nachsetzte.

Diese Mentalität brauchen jetzt alle. Einmal noch mal richtig Gas geben und Bremen aus dem Stadion fegen. Das wünschen wir uns!

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