Prima Leistung, aber noch sind wir nicht gerettet

Jetzt ist er drin – Johnny Burkardt erzielte in Dortmund seinen ersten Bundesligatreffer überhaupt.

Okay, diese Zeile dort oben dürfte manchen zu pessimistisch klingen. Darf ich dann daran erinnern, dass diese Nullfünfer zuletzt immer wieder tolle Leistungen herausgehauen, dann aber im Anschluss oft unsäglich verloren haben? Genau das darf uns an diesem Samstag gegen Bremen nicht passieren. Das muss man einfach vorausschicken, wenn man sich die gute Leistung gegen Dortmund noch mal anschauen will.

Alle haben diesmal kollektiv sehr gut gemeinschaftlich und miteinander abgestimmt verteidigt. Da tanzte keiner aus der Reihe, auch nicht Rückkehrer Aarón. Die letzte Reihe, vor allem die Innenverteidigung, stand gegen die Borussen sehr aufmerksam, sehr konzentriert und stabil. Haaland hatte nicht einen Torschuss. Davor ganz stark die zweite Viererkette, in der vor allem Danny Latza und Kunde Malong eisern verteidigten, alles abliefen, was da ankam, aber auch das Spiel schnell umschalteten, so wie Latza vor dem 1:0 für Mainz. Onisiwo lief links außen ebenfalls unfassbar weite Strecken, meldete zusammen mit Aarón den schnellen Hakimi wirkungsvoll ab.

Burkardt, motiviert bis in die Haarspitzen, konnte der Gegner nicht bremsen, ein Dauerläufer ist er, dieser 19-Jährige. Hoffentlich sehen wir noch sehr viel von ihm. Ganz vorne löste Mateta immer wieder Unruhe aus, tauchte gefährlich auf, gab Vorlagen, haute den Elfmeter cool rein, half jedoch auch hinten immer wieder entscheidend mit. Nicht von ungefähr liefen unsere Mainzer neun Kilometer mehr als der Gegner. Da ist es schon wieder recht despektierlich, wenn einige die Dinge nun wieder so drehen, als ob wir diesen Sieg einzig der schlechten Leistung des BVB zu verdanken hätten. Wie zum Beispiel Bremens Ex-Manager Lemke, der von einem „Geschmäckle“ sprach (hier). Unser Team sollte am Samstag die richtige Antwort geben, kompromisslos wie gegen die Eintracht und Dortmund in diese Begegnung gehen.

Wir haben gesehen gestern, wie schnell es gehen kann – mit Düsseldorf in Leipzig. Wie schnell war der 2:0-Vorsprung von RB getilgt. Für uns heißt das: Noch einmal 90 Minuten Vollgas, denn Bremen wird alles geben, wird uns giftig anspringen. Bitte lasst uns nicht bis zum letzten Spieltag zittern.

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