Leidenschaftliche Mainzer erkämpfen sich ein 2:0 in Dortmund

Der junge Jonny Burkardt schreit sein Glück über seinen ersten Bundesliga-Treffer hinaus in die Welt.

Das war ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt. Leidenschaftlich kämpfende Mainzer holten beim aktuellen Tabellenzweiten Borussia Dortmund drei Punkte, gewinnen mit 2:0. Wobei der 19-jährige Jonathan Burkardt den Treffer zum 1:0 und damit sein erstes Bundesligator beisteuerte.

05-Trainer Achim Beierlorzer ließ wieder fleißig rotieren, berief sechs frische Kräfte fürs Spiel gegen Dortmund – ein Überraschungspaket: Anstatt Brosinski spielte wieder Aarón als linker Außenverteidiger und Baku auf der gegenüberliegenden Position anstelle von Mwene. Im Mittelfeld durfte Kunde für Barreiro ran, statt Quaison und Ötztunali der junge Burkardt (19) und Boëtius, links stürmte Onisiwo und ganz vorne alleine Mateta. Für den BVB war von Anfang an Topstürmer Haaland dabei. Nach dem 4:0 der Dortmunder in der Hinrunde konnten die Gastgeber gelassen ins Spiel gehen. Eigentlich.

Unseren Mainzern gelang im ersten Durchgang ein kontrolliertes Spiel, bei dem sie kollektiv verteidigten (mussten), mit zwei Viererketten gut verschoben, laufstark und leidenschaftlich auftraten, immer wieder auch schnelle Gegenstöße starteten. Zunächst jedoch fehlte oft die Präzision im Aufbau, so dass sie kaum zu Abschlüssen kamen. Im Gegenzug kam aber auch der Gastgeber kaum zu Torschüssen, weil die Nullfünfer konzentriert verteidigten und die Räume gut kontrollierten. Bis hierhin hatte Haaland keine Chance. Obwohl die Spielanteile zu zwei Dritteln bei Dortmund lagen, was Ballbesitz und gewonnene Zweikämpfe betrifft.

Die bis dahin beste Mainzer Chance hatte Burkardt in der 28. Minute fast frei vor dem Dortmunder Tor, doch ließ er sich da noch mal von seinem Gegenspieler beirren, verstolperte dabei den Ball. Nur 6 Minuten später aber machte es der 19-Jährige sehr viel besser bei einem schnellen Umschalt-Gegenzug über Mateta und Baku, der exakt auf den Kopf von Burkardt servierte, der wiederum die Kugel mustergültig ins lange Eck beförderte. 1:0 für die Gäste, und Erinnerungen an das Spiel von vor zwei Jahren wurden wach. Es rettete uns damals die Klasse. Mit dem Vorsprung ging es in die Pause.

Es waren keine 5 Minuten wieder gespielt, da stand es 2:0 für unsere Mainzer. Der Schiedsrichter pfiff nach einer Aktion mit Latza im Strafraum der Dortmunder Elfmeter. Piszczek war dem Mainzer auf den Fuß getreten. Mateta vollendete lässig. 2:0. Sollte sich die Geschichte wiederholen?

Unsere Mainzer spielten weiter so leidenschaftlich und laufstark. Den jungen Burkardt brachte BVB-Verteidiger Can kaum unter Kontrolle. Weshalb er auch bald die gelbe Karte sah. Der junge Torschütze, der irre viel gelaufen war, durfte dann in der 67. Minute Ötztunali Platz machen, ein guter Wechsel, da der 24-Jährige immer auch defensiv sehr aktiv ist. Boëtius hatte dann das 3:0 auf dem Fuß, verzog jedoch, weil ihn Mateta vermutlich irritierte. Mateta, der auch in der Defensive stark mithalf, durfte dann in der 75. Minute für Szalai weichen, während Barreiro für Kunde kam.

Der BVB griff nun bissiger an, aber entweder entschärfte Torwart Müller oder irgendein Mainzer Fuß kam gerade noch dazwischen – ein Nervenspiel! Die Fouls häuften sich. Immer wieder Reibereien. Der BVB schob Frust. Der Mainzer Trainer wechselte noch einmal, brachte Ji für Onisiwo und Brosinski für Aarón. Er stabilisierte damit das Team, das vier Minuten Nachspielzeit überstehen musste. Und ohne Gegentor gewann.

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