Mainz muss gegen den FC Augsburg big points holen

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Big Points könnte unser Team an diesem Sonntag (15.30 Uhr) im eigenen Stadion einfahren, wenn es gegen den FC Augsburg gewinnt. Die Schwaben sind selbst noch abstiegsbedroht, für uns jedoch ein Gegner, mit dem wir uns bislang immer schwer taten. 5 von 6 Spielen gegen den FCA hatten wir zuletzt verloren. Spiele gegen Augsburg sind immer unangenehm für 05, standen oft auf des Messers Schneide, waren geprägt von Elfmetern und Roten Karten. So nehme ich das zumindest in der Retrospektive wahr. Wenn unser FSV jedoch so geschlossen und mit ausgefeilter Taktik spielt wie zuletzt gegen die Eintracht, könnte das gut für uns ausgehen, das rettende Ufer ein großes Stück näherrücken.

Zu wenig Identifikation mit dem Verein hatte unser langjähriger Verteidiger Stefan Bell diese Woche bei einigen seiner Kollegen beklagt – in einem SWR-Podcast (Klick). Ein Vorwurf, der auch häufiger von außen kommt. Was aber willst Du in diesem Geschäft schon anderes tun, wenn Du nicht genügend eigene Kräfte hast – und 05 kann hier wahrlich mehr als viele andere Clubs aus dem eigenen Nachwuchs auffüllen. Unser Verein müsste schon deutlich finanzstärker sein, um Spieler längerfristig an sich binden zu können. Wie sollte man das sonst ändern? Sportvorstand Rouven Schröder hielt es vier Spieltage vor Saisonschluss schwierig, das Thema zu beantworten. „Das Wort Identifikation oder Mentalität finde ich schon sehr vielschichtig.“ Als positives Beispiel nannte Schröder den Leihspieler Taiwo Awoniyi, dass gerade er im Moment alles reinwerfe und sage, er wolle dem Verein etwas geben. „Er ist einer, der für die Mannschaft spricht.“ Dazu weiter unten mehr.

Wie will man dem Gegner am Sonntag begegnen? „Wir gehen selbstbewusst in diese Aufgabe gegen den FC Augsburg“, sagte Trainer Achim Beierlorzer am Freitag bei der Pressekonferenz zum Spiel. „Es ist wichtig, dass wir die Leistung sogar noch einmal steigern. Da kommt eine sehr selbstbewusste Augsburger Mannschaft. Und wir müssen den Schritt machen, wollen gewinnen“, sagte auch Sportvorstand Rouven Schröder, der in Mainzer Pressekonferenzen zuletzt immer häufiger angesprochen wurde. „Wir spüren im Training ganz große Fokussierung, und das ist sehr wichtig“, sagte Trainer Beierlorzer. Wichtig, weil es in den kommenden Spielen auch mehr um den Zweikampf gehe.

Der Trainer hob noch mal die gute Einstellung fürs Spiel in Frankfurt hervor, dass Kapitän Danny Latza und dessen Stellvertreter Moussa Niakhaté gleich die richtigen Ansprachen gehalten hatten. Gab es wirklich, wie kolportiert, eine spezielle Sitzung der Mannschaft zu dieser Begegnung? Das schob Rouven Schröder beiseite, „nichts Besonderes, wir haben jeden Tag Sitzungen“. Und auch Beierlorzer sagte, dass man ständig im Dialog mit den Spielern sei. Das gelte auch im Fall Taiwo Awoniyi, der sich in den letzten Wochen auffällig gesteigert habe. „Er hat sich nie hängen lassen und einen absoluten Willen, sich zu verbessern“, sagte der Sportvorstand über den Stürmer, den er in den höchsten Tönen für dessen Einstellung lobte. Ob er den Nigerianer aber über die Saison hinaus verpflichten wolle, ließ Schröder noch offen.

Aggressives Pressing, schnelle Außen, und zwei gefährliche Stürmer mit Florian Niederlechner und Finnbogason hat Achim Beierlorzer bei den Augsburger ausgemacht. „Wir müssen alles reinschmeißen in dieses Spiel, auf keinen Fall irgendeinen Gedanken, dass es anders gehen könnte“, sagte der Coach, der wie immer nicht einen Deut über seine geplante Aufstellung oder Grundordnung reden wollte. Gute Balance, fokussiert spielen – die verbalen Standards gab er zum besten. Beierlorzer reagierte fast gereizt, wenn konkrete Fragen zur Aufstellung kamen. „Ich werde am Sonntag die richtige Entscheidung treffen.“ Auf Rechenspiele, welche Ergebnisse gegen welche der restlichen Gegner reichen könnten, reagierte der Trainer ebenfalls genervt. Das nächste Spiel sei immer das wichtigste. Ja klar, ein Spiel dauert 90 Minuten.

„Wir haben den Auftrag, die Liga zu halten. Dem steht alles unter“, brachte Rouven Schröder die Lage auf den Punkt.

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