Laufarbeit mit Glücksmomenten

Trainer und Sport-Vorstand bei der Beratung und Nachlese.

Defensiv ungewohnt stabil und kollektiv gut dagegen gehalten, selbst die Stürmer hatten noch gut mit verteidigt. Verteidiger Phillipp Mwene, lange nicht mehr zum Einsatz gekommen, war einer der Garanten für diesen 2:0-Erfolg in Frankfurt, aber auch Daniel Brosinski auf der linken Außenverteidigerposition, der ebenfalls länger nur auf der Bank gesessen hatte. Mwene bekam nach einer kurzen Anfangsphase den schnellen Kostic gut in den Griff. Brosinski konnte – oft mit Awoniyis Unterstützung – seine Seite gut zumachen und obendrein hervorragende Flanken und Standards servieren. Einer davon, ein Eckball, führte zum 1:0 für unsere Farben.

Dieser Sieg ist aber auch der Taktik des Trainers zu verdanken, nämlich die zwei laufstärksten Spieler ins defensive Mittelfeld zu stellen. Latzas und Barreiros Laufwerte sind herausragend. Beide haben eine Menge abgelaufen und waren in der Rückwärtsbewegung aufmerksam. Zusätzlich haben Avoniyi, Quaison und Ötztunali die Frankfurter Defensive schon früh unter Druck gesetzt, intensiv angelaufen, die Räume zugemacht, Passwege verstellt. Frankfurt konnte so sein Spiel oft genug nicht aufziehen. Es war für mich die beste Nach-vorne-Verteidigung, die ich von unserem Team seit langem mal wieder gesehen habe, eine Taktik wie zu den besten Zeiten unserer Nullfünfer. Gut denkbar, dass Sportvorstand Rouven Schröder hier ebenfalls mitgewirkt hat.

Nicht zu vergessen ist, und das war dem Gegner im zweiten Durchgang anzumerken, dass er seine zweite englische Woche in den Knochen hatte. Das soll allerdings die gute Leistung der Mainzer nicht schmälern. Dennoch wird der Trainer garantiert eine Menge Punkte finden, die es zu kritisieren gibt. So war das Offensivspiel gut ausbaufähig, fehlte es oft am präzisen Zuspiel wie überhaupt an der Genauigkeit im Abschluss, besonders bei Mateta. Zwei Abseits-Tore verdeutlichen aber auch, wie sehr die Mannschaft nach vorne drängte, wie sehr sie den intensiven Willen hatte, zu gewinnen. Auch das dürfte ein Verdienst des Trainers oder der Trainer sein.

Diese Einstellung gilt es jetzt zu konservieren, diese Spielweise in Teilen beizubehalten, selbstverständlich angepasst an den Gegner. In jedem Fall einen Matchplan zu haben, der auf den nächsten Gegner präzise abgestimmt ist. So können wir in der Liga bleiben.

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