Gegen Frankfurt helfen nur Punkte

Hier geht’s zur Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die SGE.

Brisanz, weil Derby? Nicht unbedingt, aber spannend, weil Abstiegskampf und spannend, weil gegen die Eintracht aus Frankfurt – Samstag, 15.30 Uhr. Die Nullfünfer haben sich deren Nachholspiel in Bremen am Mittwoch gemeinschaftlich angeschaut (mit Abstand am besten), denn auch gegen Werder müssen sie noch mal ran, am vorletzten Spieltag zu Hause, wenn es vermutlich um alles geht. Denn wir haben auch noch einige Hochkaräter vor der Brust, Dortmund zum Beispiel, Leverkusen am Schluss. Es sei denn, wir gewinnen mal gegen ein Top-Team. Das fehlte in den letzten beiden Saisons, ja, eine solch positive Überraschung vermisse ich bei unserer Mannschaft. Wenigstens die hohen Siege gegen Hoffenheim und Bremen bescherten uns Sternstunden, und es wäre das geile Ding überhaupt, sowas würde uns mal gegen die Eintracht gelingen.

Aber nein, für realistisch halte ich das nicht. Doch brauchen wir Punkte, dringend Punkte. Mit 29 ist ja noch keiner in der Liga geblieben. Sportvorstand Rouven Schröder sagte dazu in der Pressekonferenz vor dem Spiel in Frankfurt, dass seltsamerweise viele nur nach den Clubs schauten, die unter dem Strich stehen. Man müsse auch auf Union und FC Augsburg schauen. Klar, auch diese beiden Teams sind noch nicht gerettet.

Also, gegen Frankfurt die Chance nutzen. Seine Jungs seien jedenfalls fokussiert (Achtung, Modewort in 05-Pressekonferenzen) aufs Spiel bei der Eintracht, jeder nehme den nächsten Gegner sehr ernst, so nehme er die Truppe auch wahr, sagte Trainer Achim Beierlorzer, auch nach diesem Negativerlebnis gegen Hoffenheim. Wie kann die Mannschaft nach diesem Frust doch noch was holen? Aus Sportvorstand Rouven Schröder sprudelte es nur so heraus: „Alles reinwerfen, sich mit allem dagegenstemmen, den Glauben dran haben bis zum Schluss, alles zu investieren, dann wirst du auch belohnt“. Alle müssten die Chance sehen, dass sie es selbst positiv beenden können. „Den absoluten Glauben daran verkörpern“, nannte es der Trainer und klang dabei sehr beschwörend. Zu den elf Auserwählten wird Ridle Baku am Samstag nicht gehören, weil er nach der fünften Gelben Karte gesperrt ist. Alle trainierten am Mittwoch aber wieder mit – außer den Langzeitverletzten.

Wie konterstark Frankfurt ist, konnten alle am Mittwoch in Bremen sehen. Und da genau liegen die Schwächen unseres Teams, es fängt sich bei Kontern überdurchschnittlich viele Tore ein. Da muss die Truppe hellwach sein. Dreierkette und hochstehende Außenspieler hat Achim Beierlorzer beim Gegner ausgemacht und damit auch mal die Chance, selbst einen Konter zu fahren. Ist es ein psychologischer Nachteil für die SGE, zu Hause vor leerem Publikum zu spielen? Das lässt sich schwer beantworten. Genau wie die Frage, ob die Nullfünfer am Samstag ihren dritten Sieg in Folge gegen die Eintracht einfahren. Er sei mit seinen Jungs alles durchgegangen, sagte Beierlorzer, vor allem in der Videoanalyse, aber auch in der Trainingsarbeit.

Die Frage, wer spielt – ich kann sie in Pressekonferenzen mit Beierlorzer nicht mehr hören, denn er beantwortet sie ohnehin nicht. Zuletzt hatte der Trainer ja eifrig ausgewechselt, es mit fast jedem Spieler versucht, die Niederlage gegen die TSG noch abzuwenden. Mateta sehe ich besonders in der Pflicht, Quaison sollte mal wieder treffen. Und Kunde alles abräumen, was ihm in die Quere kommt. Warum nicht mal wieder einen solch schönen Sololauf wie gegen Köln? Glaubt an Euch und gebt der Eintracht Saures!

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