Gegen FC Union mit eisernem Willen schuften

Nach diesem unsäglich verlorenen Heimauftritt gegen RB Leipzig kann es für unsere Mainzer nur eines geben: Vollgas, Vollgas, Vollgas gegen FC Union! Rein mit den Knochen, eisern vorchecken und sprinten gegen die gut organisierten Berliner, vor allem bei gegnerischen Standards hellwach verteidigen und mit ebenso eisernem Willen einen Sieg (notfalls) erzwingen. Wenn jetzt keine überzeugende Antwort der Nullfünfer kommt, werden sie bei ihren Fans eine Menge Kredit verspielen.

„Die Mannschaft ist sich der Situation bewusst und auch in sich gegangen“, versicherte Trainer Achim Beierlorzer. Nun, das haben wir in dieser Saison schon öfters gehört. Jetzt wollen wir mal wieder was sehen, und wir wissen ja, dass die Mannschaft das kann. Unterschätzt sie immer wieder mal einen Gegner? Eine Einschätzung, die Sportvorstand Rouven Schröder in der jüngsten Pressekonferenz vor der Begegnung am Mittwoch, 20.30 Uhr, weit von sich weist: „Da ist überhaupt nicht dran zu denken. Es ist vollkommen unser Ziel, morgen Abend da hinzufahren und zu gewinnen. Es ist klar, dass wir nach einem Spiel wie gegen Leipzig noch daran glauben, es morgen umzubiegen. Es ist keiner da, der das leichtfertig abhakt. Ich gehe davon aus, dass wir morgen Abend ein gutes Spiel machen.“

Die schlechte Leistung sei auch kein Kollektivphänomen, wie manche vermuten, sagte Trainer Beierlorzer. „Ich spreche der Mannschaft auf gar keinen Fall den Willen ab.“ Was aber läuft falsch, wollte auch der Kicker in der Onlinekonferenz wissen, fehlt es am Teamgedanken, an der Fitness? „Nach dem Kölnspiel hätte das keiner gefragt“, antwortete der Trainer. Die Art und Weise, wie die Mannschaft gearbeitet habe, zeige, dass es nicht an fehlendem Wille liege. Leipzig sei einfach ein Spitzenteam. Er wolle den Blick jetzt lieber auf das Berlinspiel richten. Überzeugende Erklärungen für die schlechte Leistung, vor allem für die miserable kämpferische Einstellung, habe ich nicht gehört.

Was unterscheidet Union von Leipzig? „Sie sind sehr geradlinig, haben einen Stoßstürmer und zwei hängende Spitzen, kommen fast immer im 3-4-3, sind willig auf die zweiten Bälle.“ Beierlorzer warnte auch vor den Standards. In der Mitte lauert der gefährliche und kopfballstarke Schwede Sebastian Anderson. „Wir unterschätzen keinen Gegner, wir werden morgen den Fight annehmen.“ Wie wäre Union zu besiegen? Der Trainer verwies auf der Videostudium mit der Mannschaft, dass man immer wieder gemeinsam Szenen durchgegangen sei. „Mit Tiefgängen die letzte Kette von Union bedrängen.“ Vor allem die Zweikämpfe um die zweiten Bälle annehmen, besser als gegen Leipzig und ein variables Spiel haben, da Union mit zwei Sechsern spiele.

Niemand konnte übersehen, dass zuletzt vor allem die linke Mainzer Seite viel zu viele Angriffe durchgelassen hatte. Da fällt mir ein Name ein – Brosinski. Aber der Trainer wollte wie immer keine einzige Personalfrage beantworten.

Der Worte müssen genug sein. Jetzt muss das Team was zeigen.

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