05er wollen 0:8 gegen Leipzig zurechtrücken

Das erste Heimspiel ohne Fans im Stadion beschert dem 1. FSV Mainz 05 gleich einen schweren Gegner – RB Leipzig (Sonntag, 15.30 Uhr). Zu frisch sind noch die Erinnerungen an das 0:8 aus der Hinrunde, eine Schmach für unsere Nullfünfer, die man anschließend schon ganz am Ende der Tabelle gesehen hatte. Und jetzt ausgerechnet zum Heimspiel fehlen die Fans zur Unterstützung von außen. Wie gut, dass die Truppe aus ihrer Erfahrung des letzten Spiels in Köln schöpfen kann, aus der guten Moral, nach einem 0:2 noch ein 2:2 geschafft zu haben. Vielleicht nimmt sich der FSV auch wieder mal den SC Freiburg zum Vorbild, der gegen den Rasenballsportclub zuletzt ein mehr als achtbares Remis schaffte. Trainer Achim Beierlorzer hat nach dem Köln-Spiel „eine deutliche Leistungsmotivation wahrgenommen“. Alle Spieler sind fit bis auf Robin Zentner (immer noch Kreuzband).

Hier geht es zur Pressekonferenz der Mainzer gegen Leipzig.

Spielt das 0:8 aus der Hinrunde überhaupt noch eine Rolle? „Wir werden keine Szenen aus diesem Spiel zeigen. Ich weiß aber, dass die Spieler dies zurechtrücken wollen“, sagte der Trainer. Das Team werde natürlich weiterhin für die Fans spielen, auch wenn sie nicht ins Stadion dürften. Wer genau spielen wird, verriet Beierlorzer wie immer nicht, so weit wolle er RB nicht in die Karten schauen lassen. Auch wer ganz vorne im Sturm spielen werde, ob jetzt der zuletzt treffsichere Awoniji oder doch Mateta – keine Chance auf Auskunft beim Trainer. Alle seien derzeit sehr engagiert, es falle schwer, die richtige Wahl zu treffen.

Wie gegen Leipzig spielen? „Enge Räume, Räume zustellen gegen die Tiefenläufe von RB, wir brauchen ein ganz engagiertes Zweikampfverhalten, um uns gegen die Klasse von Leipzig zu behaupten.“ Der Trainer sprach von „Maloche. Wenn wir das hinkriegen, wird es auch Leipzig schwer haben.“

Kriegen wir das hin? Die restlichen Begegnungen der Saison habe ich mal nach eigener Einschätzung durchgetippt. Da komme ich zwar auf einen schlechteren Platz als bei meinem Tipp vor der Saison (Platz 13), aber das auch nur im schlechtesten Fall: Platz 15 nämlich. So schlecht, wie uns Goal-Impact vor der Saison gesehen hat, auf dem letzten Platz, so schlecht sind wir nicht. Auch unser Ex-Manager Christian Heidel sagte zuletzt dem SWR-Sport, dass er nicht an einen Abstieg glaube, dafür sei die Mannschaft zu stark. Sicher keine falsche Einschätzung, aber motiviert spielen muss die Mannschaft trotzdem. Dann schafft sie das, da bin ich sicher.

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