Mainzer erkämpfen sich in Köln nach 0:2 noch einen Punkt

Kunde im Tiefflug zum 2:2-Ausgleich.

Eine recht interessante Aufstellung hatte sich der Mainzer Trainer Achim Beierlorzer für das Spiel beim 1. FC Köln ausgedacht. Erstmals in dieser Saison und ganz von Anfang an brachte der Trainer den wiedergenesenen Südkoreaner Dong Won Ji. Onisiwo wieder als rechter Außenstürmer, Quaison auf links, in der Mitte wieder Boëtius. Im defensiven Mittelfeld Kunde und Fernandes, in der Abwehr Niakhaté, Aarón, St. Juste und Baku, Müller stand für den noch immer am Kreuzband verletzten Zentner im Tor.

Es war alles andere als ein leichter Saisonwiederbeginn für unseren FSV Mainz 05. Kaum 6 Minuten waren in Köln gegen den FC gespielt, da zeigte Schiedsrichter Winkmann auf den ominösen Punkt im Strafraum der Gäste. Foul von Niakhaté. Uth verwandelte für seine Kölner Farben zum 1:0, Torwart Florian Müller war knapp am Ball vorbeigesprungen.

In der Folge konnte sich unser FSV leichte Feldvorteile erspielen, scheiterte allerdings immer wieder im Abschluss. Boëtius hatte im ersten Durchgang noch die beste Chance, doch sein Schuss wurde abgefälscht. Hier und da fehlte es auch an der nötigen Präzision im Zuspiel. Im Rückwärtsgang hatten unsere Mainzer die schnellen Cordoba und Uth ganz gut im Griff. Aber mit dem Rückstand ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang waren fast genauso viele Minuten gespielt wie im ersten, da schlug es erneut im Mainzer Tor ein, diesmal war es Kainz nach einem von den Kölnern sehr schnell ausgeführten Freistoß. Da schienen die Mainzer nicht auf Zack. Trainer Beierlorzer reagierte, nahm Ji vom Platz und brachte die Liverpool-Leihgabe Awoniyi. Der Stürmer kam kaum an den Ball, da verkürzte er auch schon auf 1:2. Nach einer Flanke von Baku war der Nigerianer schneller als sein Gegenspieler. Schön gemacht.

Jetzt keimte wieder Hoffnung bei den Mainzer Anhängern, zumal das Team vorne ansehnlicher spielte, gefährlicher wurde.

Mit Szalai für Fernandes brachte der Mainzer Trainer zudem eine weitere Offensivkraft. Und das war offensichtlich eine sehr gute Wahl – die Begegnung nahm deutlich an Fahrt auf, vor allem hatten unsere Jungs jetzt einfach mehr Selbstbewusstsein im Spiel nach vorne. So selbstbewusst, wie Pierre Kunde in der 73. Minute durch alle Reihen vor das Kölner Tor kombinierte und den Ball trocken einnetzte – das muss man sich erst einmal trauen. 2:2, die Aufholjagd der Nullfünfer schien perfekt.

Aber da ging noch was. Auf beiden Seiten. Immer wieder kamen beide Mannschaften gefährlich vor das gegnerische Tor. Kein Team gab sich da vorzeitig geschlagen. Die Mainzer schlossen nun besser die Reihen, gingen früher auf den ballführenden Gegner. 10 Minuten vor Schluss blieb mir fast das Herz stehen, wäre der Ball bei einer Kölner Aktion an Florian Müller vorbei fast ins Netz gehüpft. Im Gegenzug scheiterte Awoniyi nur knapp. Das war jetzt ein sehr spannendes Spiel.

Beide Trainer nutzten in den letzten Minuten noch einmal das von der DFL erhöhte Wechselkontingent gut aus. Mainz wechselte dreifach, Köln einfach. Burkardt kam für Onisiwo, Barreiro für Boëtius, Latza für Kunde. Köln schickte seinen für uns eher unangenehmen Stürmer Terodde auf den Platz und nahm Cordoba runter. Sollte in diesem extrem spannenden Spiel noch etwas passieren? Die Spieler jedenfalls gingen weiterhin hart in die Zweikämpfe. alles war offen.

Vier Minuten Nachspielzeit zeigte die Uhr. Musste es einem bange sein oder durfte man hoffen? Beides war in diesem offensiven Spiel möglich. Unsere Jungs suchten auf jeden Fall das Spiel nach vorne. Und sie wollten wenigstens einen Punkt holen. Einen sehr gerechten Punkt. 2:2. Alles im Kasten. Tolle Moral, toller Kampf von unserem Team!

2 Kommentare

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen