Mainz will in Köln „back to the roots“

Der Rest vom Schützenfest – so kommt mir die nun fortgesetzte Saison 2019/2020 vor, die für unseren FSV Mainz 05 am Sonntag beim 1. FC Köln beginnt (15.30 Uhr). Sind alle Tickets gespendet, zu Helden-Tickets gemacht, rücktransferiert? Okay, ein bisschen Bauchgrummeln hatte ich, den Rest der Saison zu verschenken, wenn ich höre, dass…. genug, ich will das Thema jetzt nicht breit treten, da es nach 66 fußballlosen Tagen wieder um den Ball geht. Aber so richtig kapiert habe ich es noch nicht.

Ein Stadion vor leeren Rängen – na gut, die Pressekonferenz zum Kölnspiel begann ganz genauso, und kann hier noch mal ausführlich angeschaut werden. Wer die Kurzfassung möchte, kann es hier lesen. Wie fühlt es sich jetzt an, kribbelt es schon, hast Du schon mal ein Geisterspiel erlebt, bist du vor dem Spiel in der Kabine etc., etc. 05-Sportvorstand Rouven Schröder und Trainer Achim Beierlorzer mussten viele Fragen beantworten. Ja, irgendwie will der Fußball ganz ohne Publikum gar nicht so real erscheinen. Die Unterstützung von außen wird fehlen.

Ist die Konzentration aufs Spiel gestört, wenn das Stadion quasi leer ist, war eine Frage, die der Trainer bejahte. Aber er glaubt an einen Gewöhnungseffekt und geht nicht davon aus, dass die Teams weniger fighten, weil sie weniger angefeuert werden. Der Focus aufs Spiel dürfe auf keinen Fall verloren gehen. Die Stimmung sei gut, das habe ihn überrascht, sagte Rouven Schröder. Jeder gehe trotz Corona intensiv in die Zweikämpfe – was ja einer der viel geäußerten Kritikpunkte ist, da sich dies mit den derzeitigen Abstandsregeln nicht verträgt. Gibt es Vorbehalte bei den Profis, wollen vielleicht einige nicht spielen? Wurden die Spieler gefragt? „Wir haben jeden einzeln motiviert, sich zu äußern“, sagte Schröder, und die Reaktionen seien positiv gewesen.

Wie gut weiß der Trainer den derzeitigen Leistungsstand seiner Mannschaft einzuschätzen? Die Eindrücke seien geringer, musste der Trainer einräumen, aber man habe so viele Wettkampfsituationen wie möglich im Training erzeugt. An der Aufstellung solle sich wegen der Pause nichts ändern, wichtig sei für ihn vor allem die Mentalität, sagte Beierlorzer, alle Spieler die sich auf das ursprüngliche Fußballspielen besinnen. „Back to the roots.“ Nicht kopfgesteuert sein, sich keine Gedanken über fehlende Jubelszenen und Maskenträger auf der Bank zu machen. Diese Spieler seien gefragt. Ein solcher Spieler, Jean-Philippe Mateta, ist schon mal gesperrt für Sonntag. Ansonsten wollte der Coach wie immer nichts über die Aufstellung verraten. Auch über die Anlaysedaten seiner Spieler wollte Beierlorzer nichts sagen.

Er geht davon aus, dass Köln wie bislang mit Uth und dem Ex-Mainzer Cordoba antreten wird (mehr dazu weiter unten im Video), aber ansonsten gab es keine taktische Einschätzung. Die Standards der Kölner im Auge haben. „Wir wollen an Top-Spiele anknüpfen, die wir bisher gemacht haben.“ Übrigens: Der FSV wird mit zwei Bussen anreisen, um die Abstandsregeln einzuhalten. Gefightet wird auf dem Platz dann aber direkt Mann gegen Mann… Und trotzdem ist Rouven Schröder fest davon überzeugt, dass die Bundesliga ihre Saison zu Ende spielt.

Die Kölner sehen sich gegen unseren FSV jedenfalls gut gerüstet, können den Leistungsstand letztlich aber auch nicht so einschätzen. Wie unsere Nullfünfer gehen auch sie vom zuletzt bekannten Status aus.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen