So will Mainz 05 die Fortuna besiegen

Wieder ein wichtiges Spiel, wieder geht es für unsere Nullfünfer darum, mehr Abstand nach unten zu gewinnen. Sein Team müsse wie zuletzt gegen Paderborn nun gegen Düsseldorf seine Grundtugenden zeigen, sagte Trainer Achim Beierlorzer vor dem Spiel am Sonntag, das um 18 Uhr in der Mainzer Arena angepfiffen wird. „Leidenschaft, Laufbereitschaft, Engagement, bei jedem muss man sehen, worum es geht.“

Bis auf Stefan Bell können alle spielen – das war zuletzt recht selten, dass der Trainer eine derartige Auswahl hatte. Wen Achim Beierlorzer aber aufstellen will, verriet er (wie immer) nicht. „Alles offen.“ Über den Gegner wusste er jedoch einiges zu sagen, dass Düsseldorf mit dem neuen Trainer Uwe Rösler neuen Schwung bekommen habe, bislang mit Dreierkette spiele, mit drei Mittelfeldspieler, zwei auf den Flügeln und vorne zwei Stürmern.

Sein Team dürfe auf gar keinen Fall den Fehler machen zu glauben, dass Düsseldorf nach dem 120-Minuten-Spiel im Pokal mit der Niederlage nach Elfmeterschießen (gegen Saarbrücken) angeschlagen sein könnte. „Klar haben wir uns das angeguckt, aber doch hat dieses Spiel mit unserem am Sonntag nichts zu tun. Ein langer Ball von Stöger über die Verteidigerkette, und Karaman macht das 1:0 wie gegen Hertha. Sowas müssen wir gut verteidigen.“ Die Fortuna gehe unter Rösler deutlich aktiver ans Werk.

Das Thema Rassismus und Fan-Kritik im Stadion mit drohendem Spielabbruch beschäftigt die Medien weiterhin. Ob man den Fans nicht mit dem Dreistufenplan des DFB nicht zu viel Macht gebe, einen Spielabbruch jederzeit provozieren zu können, fragte einer. Sportvorstand Rouven Schröder will hier mehr in den Dialog mit allen kommen, „Spielabbrüche will kein Mensch“. Und weil auch das dieser Tage zu den Themen gehört, kam unweigerlich auch die Frage nach einer möglichen Spielabsage wegen des Coronavirus‘ – es werde von Woche zu Woche geschaut, hatte Schröder die Antwort schnell parat. Erledigt.

Es war eine recht kurze Runde, bei der wir uns dann doch wünschen, dass die Mannschaft am Sonntag genau so schnell kurzen Prozess mit dem Gegner macht. Was aber sagt der zu den Mainzern? F95-Trainer Uwe Rösler beschäftigte das bittere Ausscheiden im Pokal nur sehr kurz, denn „der Focus liegt auf Mainz“. Es werde nicht ratsam sein, sich mit Mainz auf einen offenen Schlagabtausch einzulassen. „Es ist ein wichtiges Spiel für beide.“ Sein Team sieht Rösler nicht niedergeschlagen, ganz im Gegenteil hat er im Training das Feuer gesehen, das er gegen Mainz mitnehmen will. Er habe das Vertrauen in sein Team nicht verloren, „weil ich immer sehe, die Mannschaft will“. Auch wenn die Pokalniederlage „die schmerzhafteste Erfahrung“ gewesen sei, „seit ich hier bin“.

Schaun wir mal am Sonntag, ob das nicht doch tiefer sitzt, wenn die Fortuna schnell hinten liegen sollte… Gewinnen können beide. Aber ich setze auf ein 2:1 gegen Düsseldorf.

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