Warum nur für Hopp?

Die Schmähungen des Mäzens und Milliardärs Dietmar Hopp beim Spiel der Bayern in Hoffenheim beherrschen die Berichterstattung mehr als die eigentlichen Resultate dieses Spieltags. Warum schreibe ich nun auch noch was dazu? Weil ich euch auf einen sehr guten Beitrag der Wortpiratin aufmerksam machen möchte. Der bringt es sehr treffend auf den Punkt. Denn es kann nicht sein, dass es solche Reaktionen in unseren Stadien nur dann gibt, wenn sich der Hass gegen einflussreiche Mäzene wie den Milliardär Dietmar Hopp richtet.

Wo bleiben solche Reaktionen, wenn sich üble Zeitgenossen im Stadion rassistisch gegen Spieler oder Mannschafts-Angehörige äußern, wie zigfach schon geschehen? Sind uns Geld und Einfluss wichtiger als unsere Menschlichkeit, unsere Rücksicht, unser Mitgefühl, unsere Werte? Wo bleiben die offiziellen Reaktionen? Eindringliche Reaktionen?

Der neue DFB-Präsident Fritz Keller hat gestern im ZDF-Sportstudio Rassismus in unseren Stadien verurteilt, dabei aber auch eher noch verharmlost. Rassismus in unseren Stadien gibt es sehr wohl mindestens so lange wie bei unseren Nachbarn in Holland, wo man längst per App aus dem Stadion heraus melden kann, wer sich entsprechend äußert. Hier hätte ich eine deutlichere und klarere Positionierung erwartet! Traurig!

Hier der Link zum Beitrag der Wortpiratin, zu dem ich nur noch anmerken möchte: „Alte weiße Männer“ ist ganz klar eine Diskriminierung, die auch nicht durch deren privilegierte Stellung gerechtfertigt werden kann, denn Diskriminierung bleibt Diskriminierung. Selbst wenn es hier nicht die Falschen trifft. Klick.

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