Nullnummer mit Narren

Fassenacht helau – mal wieder ein Heimspiel am echten Fastnachts-Wochenende, das wär‘s. War‘s aber nicht.

Ihr erstes Unentschieden der Saison fuhren unsere Nullfünfer gegen Schalke ein. Mindestens verdient. Eher ein Punktverlust. 05-Trainer Achim Beierlorzer ließ mit derselben Elf spielen, die schon in Berlin begonnen hatte. Boëtius, Mateta, Aarón und Kunde auf der Bank, Latza und Barreiro zentral, vorne wieder Quaison und Ötztunali, in der Abwehr zentral Jeffrey Bruma. Unsere Nullfünfer wirkten in der Anfangsphase deutlich überlegen, hatten mehr Strafraumszenen als Schalke, das recht robust verteidigte. Vor allem im Mittelfeld wurden die Bälle hart umkämpft, doch behielten unsere Jungs hier oft die Oberhand. Barreiro wäre vor allem hervorzuheben, aber diesmal half wieder jeder jedem. Und die Stimmung mit Fastnachtsliedern auf den Rängen gehörte dazu. „Meenzer Bube, Meenzer Mädcher…“ Geschunkelt zum Magottsche hadde mer längst. Wenn schon noch nicht richtig Fassenacht war…

Richtig gefährlich wurde es für unser Team in der 34. Minute bei einem Freistoß von Königsblau, den Robin Zentner aber entschärfte. Kurz darauf war er schneller am Ball als Gregoritsch. In dieser Phase war Schalke am Drücker, kamen die Nullfünfer kaum aus dem eigenen Strafraum heraus. In der 39. Minute konnte die Defensive den Ball gerade noch verteidigen, während sie den Gegenangriff über Quaison verschleppten, weil kaum jemand mitgelaufen war. Das wirkte bisweilen überhastet. Doch das Team erspielte sich gute Chancen. Latzas Torschuss kurz vor der Pause konnte der Gegner gerade noch ablenken.

Schalke kam wach aus der Kabine, McKennie verzog nur knapp vor dem Mainzer Tor. Warum der Schiedsrichter in der 53. Minute Foul pfiff und Brosinski gelb zeigte – vielleicht weiß das nur er. Den Schuss an der Strafraumgrenze parierte Zentner. Im Gegenzug verdaddelten unsere Jungs einen guten Abschluss. Fünf Minuten darauf scheiterten unsere Mainzer ihrerseits bei einem Freistoß. Dann Quaison mit der Hacke – wieder ohne Erfolg. Irgendwie wollte vorne nichts recht gelingen, der Ball ging oft verloren – aber defensiv war das bis dahin sehr stabil. Immer wieder liefen sie den Gegner früh an – verteidigten aber hinten genau so konsequent. Unsere Jungs besetzten gut die freien Räume, organisierten sich selbst gut in der Defensive, wobei Bruma viel dirigierte.

Dann kam Mateta für Szalai, den der Coach aktuell defensiv schwächer sieht als den Ungarn. Ob ihn das Bankdrücken besonders motiviert hatte? Zwischenzeitlich kamen noch Onisiwo für Ötztunali, Kunde für Latza.

Dann in der 78. Minute die Riesenchance für Quaison, der von einer Unachtsamkeit profitierte, aber frei vor dem Tor nur die Latte traf. Das wär‘s gewesen. Da war er wieder, unser Schwede. Der sich in einer weiteren Szene mit Mateta nicht einig werden konnte – jetzt schluderten sie gar mit ihren Chancen. Schön, wie unsere Nullfünfer gut nach vorne umschalteten, doch fehlte es entweder an der Genauigkeit im Passspiel oder Schalke ging rüde dazwischen. Wer jetzt das Tor machte, sollte gewinnen. Zwei Minuten Nachspielzeit – und Schalke hatte einen Eckball. Der – uns Zuschauern stockte der Atem – höchst knapp vorbeiging. McKennie kam unbedrängt zum Kopfball. Aber das war‘s.

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