Nicht von Gladbach überrennen lassen

Das nächste schwere Spiel wartet auf unsere Nullfünfer. Und viele Fragen in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsmatch an den Trainer. Obwohl sich Achim Beierlorzer vor Begeisterung  kaum einkriegen konnte nach seinem allerersten Besuch einer Fastnachtssitzung in Mainz. „Etwas, ganz, ganz Spezielles sei das gewesen, sowas wie eine teambildende Maßnahme.“ Als kleines gallisches Dorf mit ein paar Römern war die Mannschaft ins Schloss zur Sitzung gezogen. Der Spaß war dem Trainer noch jetzt anzumerken (siehe Video).Logo BMG Nun aber „freue“ er sich auf das Spiel in Gladbach (Sa., 15.30 Uhr), sagte Beierlorzer, um gleich zum Wichtigeren zu kommen. Wie aber gewinnen? „Also Zaubertrank gibt’s ja nicht“, meinte der Trainer fast bedauernd. „Wir müssen einfach gut verteidigen.“ Aber auch aus der Defensive rauskommen, mit einer spritzigen Offensive umschalten.

„Wichtig ist, dass wir kompakt stehen, dass wir aufeinander abgestimmt defensiv agieren. Aber wir können nicht 90 Minuten nur in der Defensive unterwegs sein.“ Die Borussia ärgern, immer wieder mit den schnellen Spitzen kommen, sagte der Teamleiter. Kann man in Mönchengladbach ähnlich wie in Bremen oder Hoffenheim etwas holen? „Es wird darum gehen, Gladbach nicht ins Spiel kommen zu lassen, aus dem Pressing rauszukommen. Gladbach ist eine extrem starke Heimmannschaft, ich habe sie gegen Augsburg gesehen, wo sie Augsburg in den ersten 15 Minuten fast überrannt haben. Das müssen wir natürlich vermeiden“, sagte der Coach. „Wir müssen diese wuchtigen Spieler wie Plea, Thuram und Embolo im Kollektiv kontrollieren.“ Was eine „tolle Herausforderung“ bedeute.

Aktuell muss der Coach auf den gelbgesperrten Pierre Kunde verzichten, als Ersatz stehen Barreiro und Latza bereit, doch klang das eher nach einer anderen Idee, was der Trainer so meinte, nämlich „vielleicht noch die ein oder andere Idee“. Schaun mer mal, ob nicht vielleicht St. Juste auf der Sechs spielen darf, auch er könnte eine Art Ballfresser geben. Leider fehlt auch Fernandes wegen seiner Meniskusverletzung. Eine weitere Verpflichtung in der noch andauernden Transferzeit schloss Sportvorstand Rouven Schröder eigentlich prinzipiell aus. Da wird wohl nichts mehr kommen. Davon abgesehen hält Schröder den nächsten Gegner für einen Titelkandidaten und die beste Heimmannschaft der Liga. „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe.“ Aber selbst beim 0:4 im vorigen Jahr seien seine Mannen nicht chancenlos gewesen. Egal aber mit welchem Team Mainz 05 in Gladbach auflaufen wird, „wir wollen es ihnen so schwer wie möglich machen“, sagte der Trainer.

Nachstehend noch die Pressekonferenz mit Marco Rose, Trainer der Gladbacher, den wir Mainzer ja lange als linken Außenverteidiger hatten. Der Coach hat seinem Team schon die Devise vorgegeben: „Rausgehen mit einem Lächeln im Gesicht, mutig spielen.“ Mutiger als zuletzt auf Schalke (0:2). Über die Aufstellung wollte Rose in der Pressekonferenz aber nichts verraten, nur dass Elvedi und Ginter wieder dabei sein werden. In jedem Fall wird das für unsere Jungs ein wirklich schweres Spiel, bei dem sie defensiv einfach besser stehen müssen als zuletzt. 93 Minuten lang.

 

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