Mainz hat gegen Freiburg erneut das Nachsehen

Individuelle Fehler und defensive Schwächen bescheren unseren Nullfünfern trotz teilweise ansehnlicher Leistung auch zu Beginn der Rückrunde eine Niederlage. Eine unnötige. Beim 1:2 gegen den SC Freiburg wurde es am Ende aber noch mal spannend.

Mainz gegen Freiburg – ein intensives Spiel. Unser FSV war von Beginn an stark nach vorne orientiert. Mit Mateta und Quaison vorne, Ötztunali und Boëtius, Kunde und Baku auf der Sechs, in der Abwehr Gabriel, Niakhaté, Hack und Aaron. Beide Teams orientierten sich sehr stark am Ball, verschoben entsprechend, so das die Teams wenig durchgewalkt wurden. Aber unsere Nullfünfer konnten aus diesem Gebilde guten Druck entwickeln, was ihnen sehr früh drei Eckbälle bescherte, leider ohne Ertrag.

In der 26. Minute kam Mateta frei vor den Freiburger Torwart, doch parierte dieser geschickt. Dennoch erzielte Freiburg den ersten Treffer: Der FSV verlor den Ball im Mittelfeld, wo Höler den Gegenangriff einleitete. Dann ein Pass auf Petersen, der den Ball ohne Gegenwehr auf Kwon spielte, der wiederum den Konter springend mit dem Führungstreffer abschloss. Da waren unsere Jungs zu offensiv orientiert, noch weit vorne in des Gegners Hälfte. Nur eine Minute später rutschte Mateta knapp am Ball vorbei – das wäre der Ausgleich gewesen. In der 38. Minute hatte Mateta den Ausgleich erneut auf dem Fuß – da reagierte Keeper Schwolow glänzend.

Das 0:2 fiel in Slapstick-Manier. Die Nullfünfer verloren erneut den Ball im Mittelfeld (Boëtius), Keeper Zentner eilte weit aus seinem Tor, konnte den Schuss vermeintlich abwehren (so sah es aus unserer Perspektive aus), doch wirbelte Petersen den von Niakhaté abgewehrten Ball ins leere Tor. Da schauten wir im Stadion ziemlich blöd. Gut gespielt, Chancen nicht genutzt, hinten viel zu unsortiert und zu offen, in den Zweikämpfen häufig unterlegen. Die ersten Pfiffe erklangen zum Pausentee.

05-Trainer Achim Beierlorzer brachte anschließend Onisiwo für Baku und damit ein offensiveres Element. Unsere Nullfünfer begannen auch gleich wieder furios, wirkten beim Abschluss aber zögerlich und unsicher. Mateta und Boëtius hätten mehr aus ihren Chancen machen können. Der Spielstand von 0:2 gab die Mainzer Leistung nicht wieder. Zudem holte sich Kunde die fünfte Gelbe Karte, fehlt damit im nächsten Spiel bei Borussia Mönchengladbach. Für die andere Seite zückte Schiri Jablonski weniger oft das gelbe Papier.

Im Spielaufbau war das ganz sehenswert, was unser FSV so anstellte, und doch verloren die Jungs zu oft ihre Bälle, brachten ihre Pässe nicht an und oft den entscheidenden Umschalter der Freiburger, Lucas Höler, nicht unter Kontrolle. Manche Abwehraktion endete in einem chaotischen Gestocher, da standen unsere Jungs nicht so kompakt wie der Gegner, aber gelangen auch immer wieder mal schöne Gegenangriffe. Leider ohne Torabschluss. Die Chancen wurden nicht genutzt.

Beierlorzer brachte in der 70. Minute Brosinski für Gabriel, kurz darauf Szalai für Ötztunali. Brosinskis Freistoß konnte Mateta dann in der 83. Minute zum Anschlusstreffer nutzen – jetzt wurden die letzten Minuten noch mal spannend. Im Stadion regte sich das Publikum endlich wieder.

Onisiwos Drehschuss in der 88. Minute ging vorbei. Hektik kam noch mal auf, Unmut über den Schiedsrichter und Freiburger Spieler, die nach Auffassung einiger Zuschauer das Spiel verzögerten. Aber Mainz griff jetzt energischer an. Nochmals Eckball in der letzten Minute – alle segelten am Ball vorbei. Immerhin: Drei Minuten gab der Offizielle oben drauf. Kam mir zu wenig vor. Zudem wechselte Freiburg noch mal aus. Das ging alles von der Uhr ab.

Torwart Robin Zentner stürmte längst vorne mit. Aber es half nichts. Am Ende jubelte nur Freiburg.

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