Freiburg als absolute Herausforderung

Mit einer nachlässigen Spieleröffnung, die letztlich zur Niederlage führte, endete das letzte Spiel der Hinrunde gegen Leverkusen. Einmal die Konzentration verloren und die Vorgabe missachtet. Das sind dann Momente, die entscheidend sind, Momente, die wichtige Punkte kosten. „Da ist uns das Veredeln unserer Chancen nicht gelungen“, bedauert das 05-Cheftrainer Achim Beierlorzer noch heute. Gegen Freiburg soll das mit dem ersten Spiel der Rückrunde (Sa., 15.30 Uhr) anders laufen. „Ein toller Gegner, aber wir wollen die drei Punkte haben“, sagte der Coach. Seine Zuversicht speist sich aus den Erkenntnissen des kurzen Trainingslagers in Spanien.

Gegen Freiburg muss das Team hellwach sein. Und es ist gewarnt: 81 Minuten lang stand in der Hinrunde die Null – um am Ende aber mit 0:3 aus dem Schwarzwald abzureisen. Der SC kann Momente nutzen, um Spiele auf die eigene Seite zu ziehen. Zudem ist der Club tabellarisch weit von den Mainzern entfernt. „Sie haben eine tolle Vorrunde gespielt“, sagter Beierlorzer. „Sie sind sehr diszipliniert, geschlossen, kompakt, und zwar 90 Minuten lang.“ Und dennoch: Es könnten beide Mannschaften gewinnen. „Das wird eine absolute Herausforderung, sie zu besiegen.“ Am Ende komme es darauf an, welches Team seine Momente besser nutzen könne, sagte der Trainer. „Wir müssen natürlich, wenn der Gegner sich aus dem Druck befreit, verteidigen bis in die letzte Reihe. Und Tempo auf den Platz bringen, gute Momente schaffen und diese veredeln.“

Mit seinem letzten Club, dem 1. FC Köln, konnte Achim Beierlorzer den SC schon besiegen. „Mainz und Köln kann man aber nicht vergleichen, die Mannschaften haben ganz unterschiedliche Spielertypen, zudem ist es ein Heimspiel“, sagte er. Der Trainer kann gegen Freiburg fast den gesamten Kader ausschöpfen: Nur Danny Latza, Stefan Bell und Edimilson Fernandes werden nicht dabei sein, aber nur der Letztgenannte wird länger wegen einer Knie-OP (Meniskus) ausfallen. Und wie weit ist Phillipp Mwene? „Er kam rein gegen Dortmund [Testspiel] und hat gleich auf der Sechserposition ein gutes Spiel gemacht“, sagte der Trainer in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Breisgauer. Doch müsse der junge Mann noch ein wenig aufholen.

Mit dabei ist in jedem Falle Stürmer J-P Mateta, nur ob von Anfang an, das ist noch die Frage, da wollte sich der Trainer nicht festlegen. „Er kann noch nicht bei 100 Prozent sein, aber wie er nacharbeitet und auf dem Platz unterwegs ist, das ist supergut.“ Sportvorstand Rouven Schröder dementierte jegliches Verkaufsinteresse und schien begeistert von der Rückkehr des französischen Stürmers, „er freut sich über jedes Tor, selbst wenn er es aus 30 Zentimetern erzielt“.

Ganz nebenbei: Mainz 05 unterstützt die Fridays-for-future-Bewegung. Sportvorstand Rouven Schröder wollte in der Pressekonferenz allerdings auf Nachfrage nichts dazu sagen und verwies auf den kaufmännischen Vorstand Jan Lehmann.

 

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