Unglückliches 0:1 gegen Leverkusen

Unsere Mainzer verlieren sehr, sehr unglücklich mit 0:1 zu Hause gegen Leverkusen. Die Leistung war gut – die Chancenverwertung äußerst miserabel. Mit genau der Mannschaft, die in Bremen 5:0 gewonnen hatte, gingen wir ohne Punkte aus dem Stadion.

So richtig wollte keine Mannschaft der anderen zunächst ein Haar krümmen. Abtasten im Mittelfeld mit Umschaltmomenten nach vorne, wobei Leverkusen den gefährlicheren Eindruck hinterließ. Vollands Tor in der 10. Minute fiel aus Abseitsstellung – Glück gehabt. Aber der Gegner kombinierte sich heran. Mainz konterte dann selbst über Aaron und Quaison in der 13. Minute auf der linken Seite, doch der Schwede verpasste knapp den perfekten Zeitpunkt für einen gezielteren Torschuss.

Die Riesenchance dann in der 17. Minute, als Nullfünf den Ball im Mittelfeld eroberte und zunächst Aaron, über links durchstartete, dann Quaison den Ball in den Strafraum hineingab, Szalai heranrauschte, aber das Leder nicht optimal traf. Das hätte die Führung sein müssen! Rot-weiß spielte klug, kontrolliert aus einer dichten Defensive, zog das Feld auseinander und immer mit dem Blick auf eigene Konterchancen, aber auch auf die des Gegners. Hinten hauten sie kollektiv die Bälle raus, da machte keiner eine Ausnahme.

Das Chancenplus lag etwas stärker bei Leverkusen, aber auch unsere Mainzer hatten gute Gelegenheiten. Ein wunderschön kombinierter Angriff in der 31. Minute, den Szalai mit einem tollen Tor abschloss, wurde die Anerkennung nach Videobeweis leider wegen abseits verweigert. Schade! Geiler Spielzug. Und erst noch die Art, wie Aaron zuvor den Ball erkämpft und gleich drei Gegenspieler hatte stehen lassen. Ja, das war eine klare Ansage, hier was holen zu wollen! Und das Publikum nahm es dankbar auf, spendete viel Beifall.

Zwei Minuten waren noch in der ersten Halbzeit zu spielen, da kamen die Mainzer über die rechte Seite – und Quaisons Flugkopfball ging um Haaresbreite am linken Pfosten vorbei. Und noch einmal: Kurz darauf wurde Szalais Schuss gerade noch geblockt. Und Boëtius ebenso – vorbei. Das 1:0 lag in der Luft. Aber sie schluderten mit ihren Chancen.

Leverkusen wechselte zur Pause, brachte Bellarabi für Retsos, entfachte insgesamt mehr Power und drückte unseren FSV mehr und mehr zurück. Die gelegentlichen Angriffe von Rot-weiß verliefen zu unpräzise. In der 66. Minute traf Volland nach einer schönen Kombi ins Tor, da waren unsere Jungs nicht rechtzeitig auf die Gegenspieler gegangen. Doch auch diesmal – der Videoschiri hatte etwas dagegen: Handspiel. Weiterhin 0:0. Zur selben Zeit hatte Trainer Beierlorzer Mateta für Szalai gebracht – jetzt keimte die Mainzer Hoffnung auf einen eigenen Treffer.

Leverkusen schwächte sich zudem selbst: Wendell sah nach einem taktischen Foul an dem emsigen Ötztunali gelb-rot. Jetzt vielleicht in Überzahl? Noch kamen die Angriffe zu ungestüm, zu ungenau – aber sie kamen! Ein ums andere Mal hauten unsere Jungs vor dem Tor daneben oder drüber. Ein Hochkaräter nach dem anderen wurde verschenkt. Das musste doch mal klappen.

In der Zwischenzeit stimmten die Ultras schon mal Last Christmas mit leuchtenden Handys an – doch noch immer wollten unsere Jungs nicht treffen. Mateta verfehlte einige Male das Tor. Eineinhalb Minuten vor Schluss trafen sie sogar das leere Tor nicht. Oh weh! Oh weh – unsere Nerven wurden arg strapaziert, als Volland nach einem schlecht abgewehrten Ball traf – aber wieder war es abseits, wieder Videobeweis. Dann Mateta nach einem Konter, der Keeper war schon geschlagen – doch ging der Schuss des Franzosen erneut vorbei.

Vier Minuten Nachspielzeit nutzten nur die Gäste. 1:0 dann doch für Leverkusen, wieder nach einem Konter. Den Ball fahrlässig im Mittelfeld verloren, dann wieder mal in der Rückwärtsbewegung ohne Zuordnung. Später Treffer, späte Entscheidung. Nicht gerecht, finde ich. Aber wenn man derart mit seinen Chancen schludert wie wir…

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