Leverkusens Konterspiel abklemmen

Sich vom ehemaligen Spieler Elkin Soto einen einschenken lassen – das lassen wir doch gerne geschehen im weihnachtlichen Rummel rund ums Stadion. Nur Bayer Leverkusen darf uns keinen einschenken bei diesem letzten Spiel der Hinrunde an diesem Samstag (15.30 Uhr). Bayer in der Krise (zwei Niederlagen in Folge), Mainz mit positiver Tendenz – „wir sind gut vorbereitet“, sagte Trainer Achim Beierlorzer.

Nach dem Topspiel in Bremen am vergangenen Dienstag nun wieder eine deftige Niederlage, nun wieder im fast üblichen Mainzer Auf und Ab? So ein bisschen Wundertüte ist unsere Truppe schon, aber was meint der Trainer dazu? Wenn solche schnellen Konter kommen, dann gibt es auch solch hohe Niederlagen. Die Anfälligkeit für Konter von Top-Mannschaften, die hat der Trainer längst ausgemacht. Das mit den schnellen Kontern gelte ja nicht nur für den BVB, sondern auch für Leverkusen, sagte Beierlorzer.

Aber von einem Auf und Ab will er nicht sprechen. „So groß ist das doch gar nicht.“ Das einzige, das ihn bisher überrascht habe, war „diese eine Halbzeit in Augsburg“, sagte Beierlorzer. Aber man müsse in solche Betrachtungen doch immer auch den Gegner einbeziehen, so sei Dortmund eine Top-Mannschaft, gegen die man auch mal 0:4 verlieren könne.

Was also tun dagegen, wenn auch Bayer 04 seine Umschaltwucht auspackt? „Aus der Defensive kommen“, meinte der Coach, „Vieles aus Bremen bestätigen“, und da stand immerhin die Null. Erstmals in dieser Saison. Das 1:0 der Hertha gegen Bayer hat sich die Trainercrew im Stadion angeschaut, aber so leicht auf das eigene Team wollte Beierlorzer dieses Match nicht übertragen.

Ob Alexander Hack, der gegen Bremen wirklich ein tolles Spiel gemacht hatte und beim „Spiegel“ in der Elf des Tages landete (!), wieder dabei ist, wollte der Trainer nicht verraten. Vielleicht aber ist Onisiwo wieder dabei, nur der lange verletzte Ji, der die ersten Versuche unternommen hat, wird erst im neuen Jahr zurückkehren. Und Mateta will Beierlorzer eher behutsam aufbauen, also wird JP nicht von Anfang an auflaufen.

Wichtig wird sein, den Leverkusenern nicht so wie im Heimspiel der Vorsaison ins offene Messer zu laufen. Kontrollierte Defensive, frühes Anlaufen, Balleroberung, umschalten. Das hatte funktioniert in Bremen. Aber Bremen ist nicht Leverkusen. Eine kleine Hoffnung habe ich, dass das Team wegen der jüngsten Niederlagen etwas verunsichert ist.

„Mainz hat eine gute Mannschaft, das haben wir gegen Bremen gesehen, und wie sie auch gespielt haben. Das zeigt, dass sie auch gute Spieler haben, interessante Spieler“, sagte Gäste-Trainer Peter Bosz in der jüngsten Pressekonferenz über die Mainzer. Zwei Niederlagen in Folge, und Jung-Talent Kai Havertz in der Krise. „Wir können auch anders“, sagte Bosz. Und das mit Kai, das sei das erste Mal, dass das passiert. „Er wird das in seiner Karriere noch öfter erleben, damit muss er umgehen. Der darf mal schlecht spielen. Dennoch habe er die Pfiffe gegen den jungen Spieler nicht verstehen können. Das hat er nicht verdient.“

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