Gegen Augsburg „auf eine gewisse Schlacht einstellen“

„Wir werden jetzt genau so weiterarbeiten und an den Trainingsinhalten nichts ändern“, sagt 05-Trainer Achim Beierlorzer. „Genau so, wie es einen Negativ-Flow gibt, gibt es einen positiven.“ Und seiner Mannschaft merke man an, dass sie derzeit mit Euphorie trainiere. Diese Einstellung will er am Samstag auch mit nach Augsburg nehmen (15.30 Uhr). Positivum am Rande: J.-P. Matea trainiert schon wieder leicht mit und kann es offenbar kaum erwarten, wieder hinzuzukommen.

In Augsburg wird die Stimmung wie immer komplett gegen die Gäste stehen. „Mit breiter Brust“ will 05-Sportvorstand Rouven Schröder trotzdem dort auftreten, sieht seine Mannschaft auch in diesem positiven Flow, gerade angesichts der immensen Zahl an Sprints, die sie gegen die Eintracht durchgezogen habe. „Das sind in Augsburg immer spezielle Spiele“, erinnert sich Schröder. So wie im vorigen Jahr: Schnee, zwei Elfmeter, und andere Male waren auch schon rote Karten dabei. „Wir müssen uns auf eine gewisse Schlacht einstellen“, sagt Schröder, setzt aber hinzu: „Wir hätten es mal verdient, als Sieger vom Platz zu gehen.“

„Wir fokussieren uns auf Augsburg“, sagt Trainer Beierlorzer, „wir wissen genau, was da kommt, wie Augsburg spielt und welche Stimmung im Stadion herrscht“. Dazu passt, dass die Schwaben aggressiv und zweikampfstark, diszipliniert sind und kompakt stehen. Dennoch: Der Trainer spricht von einem dritten Sieg in Folge. Dafür will er den Flow seines Teams bewahren und nicht eingreifen.

Sein Gegenüber, Martin Schmidt, selbst mal Mainzer Trainer, muss am Samstag neben dem rotgesperrten Andre Hahn unter anderen auf seinen Außenverteidiger Raphael Framberger und auf den angeschlagenen Finnbogason verzichten, sonst dürften alle anderen dabei sein. Zum Beispiel auch den Tore-Mann und Ex-Mainzer Niederlechner oder den U19-Nationalspieler Marco Richter. Über die Mainzer könne er nicht mehr so viel sagen, meinte Schmidt, da inzwischen ja auch schon zweieinhalb Jahre vergangen seien und damit die Emotionalität nicht mehr so groß sei. Mit Onisiwo, Latza, Ötztunali, Quaison und Zentner habe er viele Jahre zusammengearbeitet, sie seien damals entweder geholt worden oder hätten in Jugendteams gespielt.

Schmidt will „mit aller Gewalt“ gewinnen
Der Schweizer will den Trend seiner Mannschaft fortsetzen – in den letzten sechs Spielen hat sie neun Punkte geholt und zehn Tore geschossen. „Es ist eine Entwicklung da und hier müssen wir weitermachen.“ Allmählich ergebe sich ein Bild von seinem Team, „aber wir haben noch einen langen Weg zu gehen“. In den letzten vier Spielen des Jahres will Schmidt noch einige Punkte holen, vor allem gegen Mitkonkurrenten wie Mainz und Düsseldorf, dann warten ja auch noch Hoffenheim und Leipzig. Ob Mainz unter dem neuen Trainer jetzt ein deutlich schwerer Gegner sei, wurde gefragt. „Das wird ein richtiger Kracher, davon bin ich überzeugt“, sagte Schmidt. Dieses Spiel sei eines, bei dem man punkten müsse. „Das werden wir mit aller Gewalt anstreben.“

Wie er sich die Leistungssteigerung durch den Trainerwechsel erklären könne, fragte jemand bei der Pressekonferenz vor dem Spiel. So etwas gebe immer Impulse, meinte Schmidt, manchmal passe die Art eines Trainers auch einfach besser zu einer Mannschaft. Was mache Beierlorzer anders als Schwarz? Er lasse höher und früher anlaufen, ziehe die Außenverteidiger vor und habe die Statik etwas verändert. „Das ist aber ein Fußball, wie wir ihn auch spielen, deshalb wird es am Samstag einiges zu sehen geben.“

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