Dieser unglaubliche Wandel der Mannschaft…

Die Mainzer freuen sich: Kunde (oben), Ötztunali (darunter) Boëtius und Baku mit Onisiwo. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Diese Gefühls-Achterbahn, die uns da gestern beim Spiel unserer Mainzer in Hoffenheim durchgeschüttelt hat, ist zwar anstrengend, aber wunderschön. Und unerklärlich für mich. Was war da passiert mit unseren Mainzern? Erst eine wacklige Viertelstunde nach dem letzten verheerenden Muster, dann kollektives, leidenschaftliches Verteidigen und willensstarkes Durchsetzungsvermögen. Auch von Spielern, von denen wir das zuletzt nicht ganz so gewohnt waren.

Ötztunali – der sich in den letzten Spielen schon gesteigert hatte – setzt sich durch ganz vorne, weicht nicht, gibt nicht auf. Kunde räumt hinten ab, läuft teilweise als einziger den Gegner an, um sich den Ball zu holen. Boëtius als lustvoller und laufstarker Spielgestalter, der den Ball nicht gleich verloren gibt und nachsetzt. Onisiwo mit Wucht in der Offensive. Der bislang blasse Fernandes als Säule in der letzten Reihe. Robin Zentner als unglaublich reaktionsschneller Rückhalt, ein Fels. St. Juste als Außenstürmer und Flankengeber. Und dann in Unterzahl nicht nur den Vorsprung gehalten, sondern sogar noch auf ein unfassbares 5:1 ausgebaut. Was war da los? Liegt das nur am neuen Trainer?

Der höchstselbst, und das ist ihm hoch anzurechnen, verweist auf seinen Vorgänger Sandro Schwarz, auf dessen gute Vorarbeit wie auch auf den glücklichen zweiten Treffer, dem Eigentor von Kaderabak. Sportvorstand Rouven Schröder verwies im Podcast mit dem Kicker auch auf diese Szene, auf das Matchglück, aber ebenso auf den Umstand, dass sich viele Spieler bei einem neuen Trainer mehr ins Zeug legen, eine neue Chance wittern, gerade wenn der Coach das System ändert. Schröder lobt dennoch den neuen Mann, hebt dessen Vorzüge hervor und sagt gleichzeitig, dass man die Öffentlichkeit nicht das Tagesgeschäft bestimmen lassen dürfe. Hier zu hören im Podcast vom Fachmagazin Kicker. Klick. Achtung, der Schröder kommt erst nach etwa 10 Minuten hinzu.

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