Nach dem 0:8: Hier wird niemand demontiert

Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz dürfte nach dem 0:8 von Leipzig
echte Sorgen haben. Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Sage niemand, in Mainz werde nicht über den Trainer diskutiert. Nicht nach diesem 0:8 von Leipzig, das noch lange nachwirken wird, weil es eine historische Niederlage ist. In Mainz diskutieren aber zumindest die Verantwortlichen aus Respekt vor dem Menschen, um den es geht, hinter verschlossenen Türen. Und nicht über, sondern MIT dem Trainer. Da wird niemand öffentlich demontiert. Da wird nicht wie beispielsweise in München die halbe bundesdeutsche Medienlandschaft mit einbezogen. In Mainz geht man respektvoll miteinander um. Und schon deshalb hat sich Sportvorstand Rouven Schröder kurz nach der historischen Niederlage öffentlich zu Sandro Schwarz als Trainer bekannt.

Klar, dieses 0:8 ist demütigend. Für Mannschaft und Fans. Denn die halbe Nation redet darüber. Und wird dies noch eine Zeitlang tun. Das ist ein Tiefpunkt in der Geschichte des Vereins. Wäre nicht dieses 1:5 der Bayern in Frankfurt gewesen, stünden unsere Nullfünfer vermutlich jetzt noch viel stärker im Fokus.

Was ist jetzt zu tun? Darüber wird der Sportvorstand sicher klare Aussagen treffen. Auch in Richtung Mannschaft und Trainer. Eine derart schwache Vorstellung wie in Leipzig – schon in der vorigen Saison – ist nicht hinnehmbar. Hier ist in erster Linie die Mannschaft gefordert. Gut vorstellbar, dass es eine Krisensitzung mit klaren Ansagen an das Team und an einzelne Spieler geben wird. Mit Aufzeigen der Fehler, der Nachlässigkeiten, der Unzulänglichkeiten. Gnadenlos.

Nützlich aus unserer Außenperspektive wäre es, endlich mehr Stabilität in die Mannschaft zu bringen, vor allem in die Abwehr. Viel zu einfach hat sich die Mainzer Defensive überlaufen lassen. Klar, das war vor allem der Ausrichtung durch den Trainer geschuldet, der mutig gegen Leipzig antreten wollte. Das frühe 0:1 warf alles über den Haufen, da sich die Mannschaft vom Blitz-Fußball der Leipziger beeindrucken ließ. Aber auch damit muss man rechnen.

Was nicht so ohne weiteres trainiert werden kann: die Aggressivität gegen den Ball. Die hat einfach gefehlt gegen Leipzig. Und es gab kein Aufbäumen. Hier muss es eine klare Ansage geben. Wer nicht alles gibt, wird nicht spielen. Wer den Club nur als schnelle Durchgangsstation sieht, um seinen Marktwert zu steigern, muss merken, dass dies nicht funktioniert, nicht ohne entsprechende Leistung.

Den Verantwortlichen wird klar sein: Folgen noch weitere solche Spiele, wird das Publikum nicht mehr bereitwillig mitziehen. Und dann wird auch in Mainz lauter über den Trainer diskutiert werden.

Und auch das sollte man als 05-Fan unbedingt gelesen haben, auch wenn ich Maras Beitrag in einigen (wenigen) Punkten nicht teile – ich bin grundsätzlich schon der Meinung, dass man jetzt alle Beteiligten, Trainer wie Mannschaft, mehr in die Pflicht nehmen muss. Ich finde, dass Sandro am Samstag gar nicht die Spieler zur Verfügung hatte, so mutig gegen Leipzig spielen zu wollen.:
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